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DFV | Terror, Digitalisierung und Integration

Terror, Digitalisierung und Integration – der Beirat des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) befasste sich bei seiner Sitzung in Berlin mit den aktuellen Herausforderungen der Feuerwehren. „Wir müssen stets aus den gemachten Erfahrungen lernen und die neuen Erkenntnisse in unsere Taktik einfließen lassen“, erklärte DFV-Präsident Hartmut Ziebs. Wilfried Gräfling, Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr, ließ die Beiratsmitglieder eindrucksvoll an der Aufarbeitung des Einsatzes nach dem Terroranschlag am Breitscheidplatz teilhaben. „Es war wichtig, früh mit den Einsatzkräften zu sprechen, um sie aus der teilweisen Hilflosigkeit herauszuholen“, resümierte er auch die große psychologische Tragweite. Gräfling berichtete von einer sehr dynamischen Lage und einer hohen Einsatzbereitschaft aller Kräfte.

Wie wirkt sich die Weiterentwicklung der modernen Technologien auf die Feuerwehren aus? Gemeinsam mit den Beiratsmitgliedern diskutierte Dr. Olaf Grebner, Gründer von mobilion.eu, über die Auswirkungen der Digitalisierung. Grebner forderte die Feuerwehren auf, ihre Anforderungen bei der Entwicklung „smarter“ Geräte aktiv zu gestalten – damit etwa künftig die vernetzte Technik eines Hauses die Einsatzkräfte bei einem Wohnungsbrand genau informieren kann, in welchen Räumen sich noch Personen befinden. „Wie funktioniert das auf dem Land ohne Netzabdeckung?“ „Schreckt die zunehmende Digitalisierung Ehrenamtliche ab, oder können wir damit neue Zielgruppen für das Engagement begeistern?“ „Wo führt die technische Entwicklung hin – bedient der Strahlrohrführer künftig auch die Pumpe?“ Die Beiratsmitglieder ermöglichten durch den Erfahrungsaustausch wichtige Einblicke in die Entwicklungsprozesse der Industrie.

Am konkreten Beispiel der Integration von Geflüchteten zeigte DFV-Präsident Hartmut Ziebs auf, wie Menschen durch das Engagement in der Feuerwehr in die Gesellschaft aufgenommen werden. „Es ist keine Kernaufgabe der Feuerwehr, Flüchtlinge zu betreuen – aber eine Riesenchance, Menschen in die Feuerwehr zu integrieren“, erklärte er. Der Deutsche Feuerwehrverband sei auch hier für die Expertise der Beiratsmitglieder dankbar, die durch ihre Verknüpfung von Politik und Wirtschaft wichtige Impulse für vorausschauende Planung und aktives Handeln geben. Den Beirat des Verbandes bilden aktuell 99 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie beraten den DFV, stellen Kontakte her und unterstützen insbesondere Projekte.

Ehrung für Bundestagsabgeordnete Gädechens und Reichenbach

Für ihr langjähriges Engagement im DFV-Beirat zeichnete DFV-Präsident Hartmut Ziebs die Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens und Gerold Reichenbach mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber aus. Hartmut Ziebs dankte Ingo Gädechens vor allem für seine Expertise im Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit, die er in den Verteidigungsausschuss einbringt. Gerold Reichenbach ist als Katastrophenschutz-Spezialist, der selbst ehrenamtlich aktiv ist, Türöffner etwa zum Innenausschuss des Bundestages.

DFV-Förderkreis mit 14 neuen Mitgliedern

„Ihr Engagement im Förderkreis ist ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung, die die von Ihnen vertretenen Unternehmen und Organisationen sowie Sie persönlich dem Ehrenamt der Feuerwehr entgegenbringen!“, dankte Prof. Dr. Albert Jugel den 14 neuen Mitgliedern des Förderkreises des Deutschen Feuerwehrverbandes. Jugel ist Initiator und Vorsitzender des Förderkreises, der aktuell 79 Mitglieder zählt. Seit der Gründung 2004 ermöglicht diese Förderung dem Deutschen Feuerwehrverband zukunftssichernde Initiativen für das flächendeckende System der helfenden Hände in Deutschland. „Diese finanzielle Unterstützung ist wichtig für uns“, bedankte sich DFV-Präsident Hartmut Ziebs bei den Mitgliedern des Förderkreises während der Mitgliederversammlung im Vorfeld der Beiratssitzung.

Die Pressemitteilung finden Sie auf der Website des Deutschen Feuerwehrverbands.

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