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DGAP | Umfrage: Immer mehr Menschen in Deutschland sind für die Europäische Union

Trotz Brexit, der Zunahme von Populismus und euroskeptischen Haltungen selbst auf der Regierungsebene von EU-Mitgliedern wie Ungarn und Italien sind immer mehr Bürgerinnen und Bürger in Deutschland für die Europäische Union, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.v. (DGAP) und beruft sich dabei auf eine repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts für die Zeitschrift Internationale Politik (IP).

Nur sechs Prozent der Befragten sprachen sich nach Analyse der Studie dafür aus, dass die EU aufgelöst werden sollte. Im Jahr 2015 waren es noch 11 Prozent und im Jahr 2012 waren es 15 Prozent.
Leicht angestiegen ist die Anzahl der Bürgerinnen und Bürger, die der Meinung sind, dass die EU wieder eine reine Wirtschaftsgemeinschaft werden sollte: Während die Werte hier in den Jahren 2012 und 2015 gleichbleibend bei 33 Prozent lagen, sind es in diesem Jahr 36 Prozent der Befragten.

Für eine noch stärkere Integration der EU sprechen sich seit 2015 konstant knapp ein Fünftel der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland aus: Insgesamt 17 Prozent der Befragten denken, dass die EU sich zu einem Bundesstaat mit einer eigenen Regierung entwickeln sollte. Von dieser Meinung weichen am stärksten die Anhänger der CDU/CSU ab: Nur 11 Prozent von ihnen sind für eine föderale, bundesstaatliche verfasste EU. Von den Anhängern der anderen im Bundestag vertretenen Parteien befürworten hingegen ein Viertel bis ein Fünftel eine weitere Integration (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN / 29 Prozent, FDP / 25 Prozent, SPD / 21 Prozent, DIE LINKE / 20 Prozent).

Auch die Anzahl der Menschen, die der Meinung sind, dass die EU so bleiben sollte wie sie derzeit ist, veränderte sich nur leicht: Exakt ein Drittel (33 Prozent) der Befragten plädierten für den Erhalt des Status Quo – nur zwei Prozent mehr als in 2015. Im Jahr 2012 verzeichnete lag diese Gruppe bei nur 25 Prozent.
Weitere Informationen finden Sie hier.

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