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EU-Erweiterung, Außen- und Sicherheitspolitik, Europäische Wertegemeinschaft, Institutionen & Zukunftsdebatte, Justiz und Inneres, Partizipation & Zivilgesellschaft

Diakonie Deutschland | 300 zivilgesellschaftliche Organisationen fordern Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik

Angesichts des Sterbens von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer, wenden sich mehr als 300 zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Hilfsorganisationen und Seenotrettungsorganisationen, in einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und fordern eine Neuausrichtung der deutschen und europäischen Politik. Dazu sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie:

„Die Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer zu beenden, kommt einem moralischen Offenbarungseid gleich. Die EU hat sich verpflichtet, Schutzsuchenden Zugang zu einem fairen Asylverfahren zu gewähren. Stattdessen setzt sie immer stärker auf Abschottung und Abschreckung. Dass sie dabei tausendfaches Sterben billigend in Kauf nimmt, ist nicht hinnehmbar. Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben ist nicht verhandelbar.“

Seit 2015 hat die EU 730.000 Menschen auf der Flucht aus dem Mittelmeer gerettet.

Den Brief selbst können Sie hier lesen.