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Die „Frau Europas“ fängt gerade erst an | Katharina Wolf bei rbb „Zeitpunkte“

Am 8. Mai 2019 wird Katharina Wolf mit dem „Preis Frauen Europas“ der EBD ausgezeichnet. Aus diesem Anlass stellte der rbb in seiner Radiosendung „Zeitpunkte“ die „Frau Europas“ in einem Rahmenportrait vor.

Katharina Wolf – die diesjährige Trägerin des „Preis Frauen Europas“

Der Beitrag berichtet über Wolfs hauptamtliche Arbeit in der Europapolitik und ihr ehrenamtliches Engagement als Gründerin und Vorsitzende der Europa-Union  Sachsen. Diese gründete sie als Reaktion auf die islamfeindlichen Pegida-Demonstrationen in ihrer Wahlheimat Dresden, um Begegnungspunkte zum Austausch für politische Gegner zu schaffen. In Bürgerdialogen möchte sie Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zu Europa  zum gegenseitigen Zuhören antreiben.

Die Rückmeldung der Bürgerinnen und Bürger gibt ihr dabei Sicherheit. „Da ist ein tief verwurzelter Wunsch, sich proeuropäisch aktiv einzubringen. Und das ist für mich die beste Bestätigung dafür, dass es richtig war, die Europa-Union hier wiederaufzubauen“, sagt Wolf im rbb.

Zu den Bürgerdialogen kommen nicht nur Befürworter der europäischen Idee. Auch viele Europagegner sind bereit für einen Meinungsaustausch. Für Wolf ist das ein gutes Zeichen: „Ich nehme es nicht wahr, dass es so verhärtet ist, dass man gar nicht mehr miteinander redet.“

Aktuell organisiert sie Treffen zwischen den Kandidatinnen und Kandidaten der Europawahl und sucht auch hier wieder das Gespräch. Für Wolf sind die Wahlergebnisse der AfD ein Zeichen, dass bei ihrer Arbeit noch kein Ende in Sicht ist. Im Gegenteil: „Wir fangen gerade erst an!“

Abgerundet wurde die „Zeitpunkte“-Sendung mit einem Studio-Interview von EBD-Vorstand Sabine Overkämping (djb) und Dr. Clara Mavellia von der EBD-Mitgliedsorganisation EU Women, die die gemeinsamen Aktivitäten für den Frauenmarsch Berlin am 9. Mai vorstellten.

Die gesamte Sendung mit dem Beitrag zur aktuellen Trägerin des „Preis Frauen Europas“ kann hier nachgehört werden.

Mit dem „Preis Frauen Europas – Deutschland“ ehrt die EBD seit 1991 Frauen, die sich durch ihr mutiges, kreatives oder hartnäckiges ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise für das Zusammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas einsetzen. Die symbolische Auszeichnung – die Preisträgerin erhält eine eigens für sie gefertigte Brosche und wird Teil eines aktiven Preisträgerinnen-Netzwerkes – soll bürgerschaftlich aktive Europäerinnen untereinander und mit den EBD-Mitgliedsorganisationen vernetzen und ehrenamtliche Strukturen in der Zivilgesellschaft stärken. Der Festakt zur Preisverleihung findet am Abend des 8. Mai statt. Eine Übersicht der bisherigen Preisträgerinnen gibt es hier.