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Die Mehrheit ist pro-europäisch: Bernd Hüttemann auf Radio France International

Zum Europatag am 9. Mai nahm Radio France International das deutsch-französische Tandem und Europas Situation nach den französischen Präsidentschaftswahlen unter die Lupe. Redakteur Jan van der Made sprach mit EBD-Generalsekretär Bernd Hüttemann über Populismus und nationalisische Grundstimmungen in der EU. „Es gibt eine stille Mehrheit für die europäische Integration“, kommentierte Hüttemann Macrons deutlichen Wahlsieg. Nationalistische Bewegungen und der Brexit-Schock hätten einen anderen Eindruck erweckt, aber nun sei das auch in den Umfragen sichtbar.

Im Beitrag ging es auch um die Ursprünge des Europatags – die Schuman-Erklärung vom 9. Mai 1950. „Der wichtigste Grund für die Existenz der EU war der Wunsch, Krieg zu verhindern“, sagte Hüttemann. Die wichtigste Allianz dafür sei diejenige zwischen den Gründernationen Deutschland und Frankreich gewesen, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts und davor blutige Kriege gegeneinander geführt hatten. Dass das Friedens-Argument nicht mehr so stark zieht bei Menschen, die jahrzehntelang im Frieden gelebt hätten, sah Hüttemann anders: Die Jugoslawien-Kriege der 90er-Jahre seien noch gar nicht so lange her. „Damals war Europa nicht in der Lage, diesen Krieg zu verhindern. Innerhalb seiner Grenzen erleben wir jedoch die längste Periode des Friedens der letzten Jahrhunderte.“ Dieses Bewusstsein sei durchaus noch sehr präsent, meinte Hüttemann. „Gerade viele junge Leute wissen ganz genau, was Europa ihnen gebracht hat.“

Zur Meldung bei Radio France International (mit Audiodatei auf Englisch)

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