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Institutionen & Zukunftsdebatte

Die Sonnenseite des Brexits | EBD-Generalsekretär in The Local

„Schadenfreude? No, I’d say more like Fremdschämen“ – so beschreibt Bernd Hüttemann, Generalsekretär der EBD und Vizepräsident des European Movement International, seine Reaktion auf die Entscheidung der Briten, der EU den Rücken zuzukehren. In einem Interview mit der englischsprachigen Berliner Zeitung The Local vom 11. April 2019 erklärt er, warum der erneute Aufschub begrüßenswert ist und inwiefern die EU sogar vom Brexit profitieren kann.

Nach Verhandlung und Ablehnung der Austrittsabkommen gewährleisten die EU-Staats- und Regierungschefs dem Vereinigten Königreich einen weiteren Aufschub. Die Entscheidung, die Deadline in den Herbst zu verschieben, sei sowohl im Interesse Deutschlands als auch der EU, erklärte Hüttemann. Tatsächlich sorge die Verzögerung für Erleichterung bei den Stakeholdern, denen die Lösung des No-Deal-Brexits mehr schaden würde.

Hüttemann ist außerdem davon überzeugt, dass sich in Deutschland auch die Sichtweise auf britische Politik maßgeblich verändert habe: Die Downing Street stehe nun für Unglaubwürdigkeit und Misstrauen. Zudem habe der Brexit die EU in ihrem Ansehen begünstigt und die Beziehungen zu Brüssel verfestigt, was auch in den anstehenden Wahlen sichtbar werden würde: „Auch wenn die Leute nicht immer glücklich mit der EU sind, sehen sie in ihr eher eine Lösung als eine Bedrohung“, sagt Hüttemann. „Viele Stakeholder unterstützen die EU jetzt viel stärker als zuvor.“

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