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Die Stimme junger Menschen muss gehört werden | EBD-Präsidentin zu Gast im ARD Morgenmagazin

Nur ein geringer Teil junger Menschen gibt an, sich stark für die kommende Europawahl zu interessieren. Über dieses Thema sprachen EBD-Präsidentin Dr. Linn Selle und die Moderatorin Anke Plättner im MOMA.

Die Wahlbeteiligung junger Wählerinnen und Wähler ist nicht als Selbstläufer zu sehen, da ist sich Selle sicher. „Wie man sieht, ist für die jungen Leute das Thema Asyl, das Thema Klimapolitik besonders relevant.“ Gerade hier handele es sich um Politikfelder, die von der Europäischen Union maßgeblich mitbestimmt werden. Durch eine bessere Europabildung in Schulen können junge Menschen mehr zu einer aktiven Wahlbeteiligung und zu europapolitischem Engagement ermutigt werden.

Viele junge Menschen seien auch interessiert daran sich politisch zu engagieren oder tun dies bereits. Dies zeigten die „Fridays for Future-Bewegung“ oder die Demonstrationen zur europäischen Urheberrechtsreform, die viele junge Menschen auf die Straße treiben.

Andererseits bestehe eine große Unsicherheit über die Arbeit in Brüssel. Selle sieht Verbesserungsbedarf in der Berichterstattung über Europolitik, die medial immer noch zweitranig behandelt wird. „Es besteht das Problem, dass das Europaparlament immer noch nicht die Sichtbarkeit hat, die es eigentlich haben sollte.“ Umso mehr sieht sie die Bildungseinrichtungen in der Pflicht, junge Menschen auf die Entscheidungsmöglichkeiten des Europaparlamentes hinzuweisen. Um der Stimme von junger Europäerinnen und Europäer mehr Gehör zu verschaffen, plädierte sie für die Absenkung des Wahlalters bei den Europawahlen auf 16 Jahre.

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