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DIHK: Jungen Menschen in Europa Chancen geben!

Zur Bekämpfung der dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit von über 50 Prozent hat die spanische Regierung eine Reform der überwiegend vollzeitschulisch organisierten Berufsausbildung angekündigt. Hierbei ist die duale Berufsausbildung in Deutschland von besonderem Interesse.

Die niedrigste Jugendarbeitslosenquote in der EU ist Beleg dafür, dass dieses System seinen Absolventen hervorragende Beschäftigungs- und Karrierechancen eröffnet. Der DIHK und die spanischen Handelskammern wollen gemeinsam die Ausbildung der Jugendlichen verbessern. Aus diesem Grund haben DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann, und Manuel Teruel Izquierdo, Präsident des spanischen Kammerdachverbandes, am 5. September in Madrid eine Kooperationsvereinbarung zur dualen Berufsausbildung unterschrieben.
„Wir können und dürfen nicht akzeptieren, dass Jugendliche das Gefühl haben, in Europa keine Chance zu haben. Gerade bei diesem Thema sind wir gemeinsam in der Verantwortung. Und zwar unabhängig, aus welchem Land wir kommen“, sagte Driftmann bei der Unterzeichnung im Beisein des spanischen Staatsekretärs für Handel sowie hochrangiger Vertreter aus dem spanischen Erziehungs- und Arbeitsministerium.
Als Träger der dualen Berufsausbildung will die IHK-Organisation die spanischen Kammern mit ihrem Wissen unterstützen, die Einführung dualer Ausbildungsstrukturen aktiv zu betreiben. Die beiden Kammerorganisationen wollen dadurch auch einen aktiven Beitrag für die erfolgreiche Umsetzung des deutsch-spanischen Regierungsabkommens zur verstärkten Zusammenarbeit in der Berufsausbildung leisten. Es wurde im Juli 2012 zwischen dem spanischen Bildungsminister Wert Ortega und Bildungsministerin Schavan geschlossen.
Das erfolgreiche deutsche duale Ausbildungsmodell wurde am 6. September auch in Brüssel auf einer hochrangigen europäischen Beschäftigungskonferenz „Jobs for Europe“ präsentiert. Sie wurde von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz eröffnet. DIHK-Bildungsexperte Dr. Günter Lambertz erläuterte auf Einladung der Europäischen Kommission im „Jugendpanel“ vor zahlreichen Regierungsvertretern sowie Repräsentanten der europäischen Wirtschafts- und Sozialpartner die Kernelemente der betrieblichen Ausbildung sowie die tragende Rolle der Industrie- und Handelskammern. Diskutiert wurde, welche Elemente des dualen Systems auf andere Länder übertragbar sind.
Der Jugendarbeitslosigkeit in Europa widmete der DIHK ein „Thema der Woche“ mit dem Titel „Bessere Chancen durch bessere Bildung für Europas Jugend!“.

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