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Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz, Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaft und Finanzen

DIHK | KMU Strategie der EU-Kommission: Bürokratieabbau muss ganz oben auf die Prioritätenliste

Ilja Nothnagel, Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung äußert sich zur KMU Strategie der EU-Kommission:

„Weniger Bürokratie, mittelstandsfreundliche Finanzierung, Unterstützung bei Digitalisierung und Fachkräftesicherung – dies sind aus Sicht der Wirtschaft die Kernforderungen an eine tragfähige europäische Mittelstandsstrategie. Das bestätigen uns die Unternehmen regelmäßig bei DIHK-Umfragen und Gesprächen. Der DIHK hat seine zehn wichtigsten Empfehlungen in einem Ideen-Papier mit insgesamt 41 konkreten Vorschlägen zusammengefasst.

3,5 Millionen kleine und mittelgroße Unternehmen, allein in Deutschland, zeigen die Bedeutung. Das sind mehr als 99 Prozent aller Unternehmen hierzulande. Diese Unternehmen sind durch bürokratische Lasten und Hürden im Binnenmarkt besonders betroffen. Der Bürokratieabbau steht für die Wirtschaft deshalb ganz oben auf der Prioritätenliste. Jedes zweite Unternehmen fordert, dass die EU-Kommission Auswirkungen neuer Regulierungen auf den Mittelstand verbindlich berücksichtigt. Doch derzeit durchläuft noch nicht einmal ein Drittel neuer Regeln den Mittelstands-Test. 100 Prozent sollte hier das Ziel sein. Im Außenhandel sollte die Union für bürokratiearmen Marktzugang einstehen.

Vor großen Umwälzungen steht die Mittelstandsfinanzierung. Die EU diskutiert einschneidende neue Regelungen zur Stabilisierung der Finanzmärkte, zur Vollendung der Kapitalmarktunion und zur Durchsetzung von Nachhaltigkeitszielen. Die drohende Komplexität hat das Potenzial, die klassische Bankfinanzierung abzuschneiden. Wir brauchen Finanzregulierung mit Augenmaß, damit der Mittelstand auch morgen für Wachstum und Nachhaltigkeit innovieren und investieren kann.

Wichtig ist, dass die EU einen hochrangigen Verantwortlichen für die Mittelstandspolitik einsetzt. So kann die Perspektive der Unternehmen ressortübergreifend wirken. EU-Mittelstandspolitik wird so sichtbar und erfahrbar. Bei ihrer Mittelstandspolitik findet die EU-Kommission und der EU-Mittelstands-Verantwortliche im DIHK einen konstruktiven Partner, der gute Maßnahmen über die Industrie- und Handelskammern und über die Auslandshandelskammern in die Regionen und an den Mittelstand tragen kann.“

Die Pressemitteilung finden Sie auch auf der Website des DIHK.

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