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Umweltpolitik, Wirtschaft & Finanzen

DIHK-Präsident Eric Schweitzer zur Vorstellung einer europäischen Wasserstoffstrategie

Technologieneutralität ist wichtiges Zeichen

„Die EU-Kommission setzt mit ihrer Wasserstoffstrategie auch für die deutschen Unternehmen ein wichtiges Zeichen. Anders als Berlin setzt sie zu Recht stärker auf Technologieoffenheit, die den schnelleren Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft ermöglicht. Unternehmen können damit rasch und kostengünstig klimafreundlichen Wasserstoff nutzen. Auch für die Wirtschaft ist das langfristige Ziel die breite Nutzung von Wasserstoff aus erneuerbarem Strom. Bis dahin sollten die Betriebe aber auch Wasserstoff nutzen können, der aus Erdgas hergestellt wird. Auch Importe aus dem Ausland spielen in der Strategie richtigerweise eine wichtige Rolle. Denn außerhalb der EU bestehen oft bessere Bedingungen für eine kostengünstige Wasserstoffherstellung.

Insgesamt sollte die EU-Kommission den Fokus allerdings stärker auf einen effizienten Wasserstoffmarkt legen. Denn die steigenden CO2-Preise werden dazu beitragen, dass sich Wasserstoff und wasserstoffbasierte Energieträger als Klimaschutzoption für die Betriebe durchsetzen. Zudem sollte der rechtliche Rahmen den Unternehmen eine kostengünstigere Herstellung von Wasserstoff ermöglichen. Verzögerungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien kann sich Europa aufgrund des steigenden Ökostrombedarfs für die Wasserstoffherstellung nicht mehr leisten. 

Für eine Übergangszeit kann die Politik die Unternehmen bei der Umstellung ihrer Produktionsprozesse auf Wasserstoff unterstützen. Der Ausstieg aus einer solchen Förderung sollte aber direkt mit angelegt sein. Denn wir sollten hier alle gemeinsam aus den Fehlern der Energiewende im Stromsektor lernen.“

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