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DIN | Zukunftsdialog in Brüssel erfolgreich

Mit politischen Interessenvertretern im Gespräch zu bleiben: Das war das Ziel der Veranstaltung „Zukunftsdialog“, zu der DIN und DKE Assistenten von europäischen Parlamentariern in Brüssel einluden. Die Veranstaltung fand großen Anklang bei den 30 Teilnehmern.

Sibylle Gabler, Leiterin der Abteilung Regierungsbeziehungen bei DIN, erörtere, wie Normung auf europäischer Ebene funktioniert und welche Möglichkeiten, aber auch Risiken aus einer transatlantischen Partnerschaft mit den USA hervorgehen können. Eine Herausforderung bei den Verhandlungen zur Transatlantischen Handels und Investitionspartnerschaft (TTIP) stellt das Thema Normen und Standards dar. Die Verhandlungen zu einer transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft haben US-Standardisierer und Regierungsvertreter zum Anlass genommen, einen erneuten Versuch zu unternehmen, US-Standards in Europa im Neuen Rechtsrahmen unterzubringen. Eine gegenseitige Anerkennung von Normen und Standards klingt zunächst einleuchtend, ist aber aus einer Reihe von Gründen nicht praktikabel, wenn nicht sogar gefährlich für Europa. Das DIN Positionspapier enthält dazu nähere Informationen.

Bernhard Kempen, Abteilung Innovation bei DIN, berichtete vom aktuellen Normungsthema „Smart Cities“. Auf allen Ebenen, in allen Ländern setzen sich Fachleute mit dem Zukunftsthema auseinander. DIN agiert proaktiv, um Bedarfe in diesem  Bereich festzustellen. Normungsbedarf sahen die Experten unter anderem bei der sog. „Humble Lamppost“. Die Straßenlaterne der Zukunft wird nachts nicht nur intelligent und energieverträglich Licht spenden, sondern über Tag als Lademöglichkeit für Elektroautos dienen, Notrufe absetzen können und öffentliches WLAN bieten. Eine einfache Straßenlaterne benötigt in Zukunft ein komplexes Informationssystem. Durch das Zusammenwirken verschiedener Teilbereiche entstehen komplexe Prozesse, die interagieren. An dieser Stelle sind Normen unabdingbar.

Auch das Thema Industrie 4.0 ist ein Zukunftsthema, für das wir schon heute die Weichen stellen müssen. Die Vernetzung der virtuellen Welt mit der realen Fertigung erfordert eine Integration der Systeme, bei der Normen und Standards helfen können. Der Auffassung ist Reinhold Pichler, verantwortlich für den Bereich Industrie 4.0 bei der DKE, Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE. Es gibt schon eine Reihe von Normen, die für Industrie 4.0 relevant sind. Die Aufgabe von DIN und DKE ist es, sie in eine Systematik einzugliedern, die auf das Thema Industrie 4.0 zugeschnitten ist.