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  • 09.05.2011 - 07:59 GMT
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Justiz und Inneres

djb-Projekt „Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung“ erhält Unterstützung aus Europa

Bei der Hauptversammlung der Commerzbank AG am 6. Mai 2011 in Frankfurt am Main werden die Juristin Margarete Hofmann, Vorsitzende der Regionalgruppe Brüssel des Deutschen Juristinnenbundes e.V. (djb) und die niederländische Bio-Chemikerin Dr. Henriette van Eijl, Vorstandsmitglied des Niederländischen Frauennetzwerkes Brüssel (Brussels NV) im Rahmen des djb-Projektes „Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung“ Fragen an Vorstand und Aufsichtsrat richten.

Fünf der zwanzig Aufsichtsratspositionen der Commerzbank sind mit Frauen besetzt. Keine der Frauen wurden von den Anteilseignern bestimmt. Der Vorstand besteht aus zehn Männern. Wünschenswert wäre insbesondere eine sichtbare Veränderung im Vorstand durch die Bestellung einer oder mehrerer Frauen. Immerhin beträgt der Anteil von Frauen bei den Beschäftigten der Commerzbank 50 Prozent.
Der djb begrüßt diesen Besuch der Brüsselerinnen und hofft auf weitere Unterstützung aus Europa.
Viviane Reding, Vizepräsidentin der EU-Kommission, gibt den Unternehmen nur noch wenig Zeit. Zielgröße bei den börsennotierten Unternehmen soll ab 2015 ein Frauenanteil von 30 Prozent in den Aufsichtsräten sein, für 2020 sind 40 Prozent vorgesehen. Entwickeln sich die Zahlen bis März 2012 nicht zufriedenstellend, will Brüssel handeln. Vorbild ist die gesetzliche Regelung in Norwegen.
Binnenmarktkommissar Michel Barnier, innerhalb der Kommission für gute Unternehmensführung und damit auch für Quoten zuständig, zieht ebenfalls eine Frauenquote in Erwägung.

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