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  • 23.05.2011 - 11:16 GMT
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Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit & Verbraucherschutz

dlv fordert aktuelle Reformvorhaben im Lebensmittelrecht zügig voranzutreiben und Verordnungen zur Anwendung bringen!

Der Deutsche LandFrauenverband verfolgt intensiv die Bemühungen der Europäischen Union bei den aktuellen Reformen im Lebensmittelrecht. So wird derzeit das Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnungsrecht überarbeitet, eine erneute Ausarbeitung der Novel-Food-Verordnung steht bevor und die Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben soll bald anwendungsreif sein.

Der Deutsche LandFrauenverband bedauert, dass die Umsetzung der Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben so schleppend vorangeht. Hierzu erläutert die erste Vizepräsidentin des Deutschen LandFrauenverbands Hannelore Wörz: „Mit der Flut an Anträgen zur Beantragung von Health-Claims hat die zuständige Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nicht gerechnet. Wir hoffen, dass der Abgabetermin der Positivliste nicht noch weiter nach hinten verschoben wird und der angekündigte Termin Mitte des Jahres eingehalten wird.“ Der Deutsche LandFrauenverband unterstütze die Ziele der Verordnung und erwarte bei ihrer Anwendung einen besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Irreführung und Täuschung insbesondere im Segment der sogenannten funktionellen Lebensmittel, heißt es.
„Bei den Nährwertprofilen haben wir jedoch einige Zweifel“, räumt die Vizepräsidentin Hannelore Wörz ein. „Kein Lebensmittel ist von Haus aus ungesund, sondern die verzehrte Menge. Sollten die Nährwertprofile kommen, wollen wir weitreichende Ausnahmeregelungen für landwirtschaftliche Primärprodukte. Dies fordert im Übrigen auch das Bundesinstitut für Risikoforschung,“ führt die Vizepräsidentin Hannelore Wörz aus. In einem Positionspapier über die Grenzen von Wirksamkeit und Werbung bei funktionellen Lebensmitteln fordert der Deutsche LandFrauenverband außerdem die Bereitstellung von Mitteln für die notwendige Verbraucherbildung.
Zur kürzlich gescheiterten Verabschiedung der Novel-Food-Verordnung und zu den Reformen des Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnungsrechts hat sich der Deutsche LandFrauenverband bereits in der Vergangenheit geäußert. Er begrüßt die jüngsten Überlegungen, den Bereich Klonfleisch aus der Novel-Food-Verordnung auszuklammern und dafür einen separaten Entwurf zu erarbeiten. „Wegen des Scheiterns der Novel-Food-Verordnung haben wir heute keine Kennzeichnungsregelungen für Klonfleisch. Das ist ein unhaltbarer Zustand, der so schnell wie möglich beseitigt werden muss“, äußert sich die erste Vizepräsidentin dazu.
Die Reformvorhaben zur Lebensmittelinformationsverordnung gingen insgesamt in die richtige Richtung. Lediglich bei der Herkunftsbezeichnung gebe es aus LandFrauensicht noch offene Fragen, insbesondere bei der Frage der Machbarkeit.

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