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Landwirtschaft & Fischerei, Umweltpolitik

DNR | Verhandlungen zur Umsetzung der EU-Agrarreform müssen Agrarwende einleiten

Tausende Menschen brachten im Zuge der „Wir haben es satt!“-Aktion über einen nach Berlin geschickten Fußabdruck ihren Protest für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zum Ausdruck. Die Forderungen der Teilnehmer*innen werden am heutigen Samstag vor dem Kanzleramt in Szene gesetzt und von einem umfangreichen Online-Programm begleitet. Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) sieht die Bundesregierung in der Pflicht, die derzeit laufenden Verhandlungen zur Reform der Europäischen Agrarpolitik (GAP) für eine grundlegende Neuausrichtung im Einklang mit den Klima- und Artenschutzzielen der EU zu nutzen.

„Mit den Trilog-Gesprächen zur GAP-Reform und der Planung zu deren Umsetzung in Deutschland stehen wir an einem Scheideweg. Bund und Länder dürfen ihre Chance nicht verspielen, die gesellschaftlichen Anforderungen an eine Landwirtschaft ohne Höfesterben, Verlust der Artenvielfalt und Verschmutzung von Boden, Wasser und Luft jetzt endlich rechtlich und politisch umzusetzen,“ fordert Florian Schöne, politischer Geschäftsführer des DNR.

Der nationale Strategieplan, der die Umsetzung der GAP in Deutschland regelt, muss über eine nachgeschärfte Konditionalität und effektive Eco-Schemes dafür sorgen, dass die Landwirtschaft dafür entlohnt wird, den wichtigen Beitrag zu Natur- und Klimaschutz und für mehr Tierschutz zu leisten. Dafür ist es aus Sicht des DNR wichtig, dass auch die Umweltministerien der Länder an der Ausarbeitung des Strategieplans beteiligt werden, wie sie es in dieser Woche im Rahmen der Umweltministerkonferenz eingefordert haben. „Die Gestaltung der zukünftigen Agrarpolitik wirkt sich erheblich auf den Zustand der Umwelt und des Klimas in Deutschland aus. Eine Beteiligung der Umweltressorts ist deshalb entscheidend, um unsere Landwirtschaft fit für die Zukunft zu machen“, so Schöne weiter.

Weitere Informationen zu den derzeit laufenden Verhandlungen zur GAP-Reform finden Sie in diesem Hintergrundpapier. Der Deutsche Naturschutzring ist Mitglied im Trägerkreis des „Wir haben es satt“-Bündnisses.

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