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  • 06.03.2012 - 09:30 GMT
  • DOSB
Bildung, Jugend, Kultur & Sport

DOSB: Beschluss zur Europäischen Dimension des Sports verabschiedet

Das Europäische Parlament (EP) hat am 2. Februar 2012 einen Beschluss zur „Europäischen Dimension des Sports“ verabschiedet, nun muss sich zeigen welchen Einfluss er hat.

Der Bericht stellt die Reaktion auf die im Januar 2011 veröffentlichte Mitteilung der Kommission zur „Entwicklung der europäischen Dimension des Sports“ dar. Die wesentlichen Passagen des Berichts unterstützen die Anliegen des organisierten Sports und weisen auf seine wichtige gesellschaftliche Rolle hin.
Die Kernaussagen des Berichts sind:
Förderung des Sports durch die Europäischen Strukturfonds (EFRE und ESF) unter Einbeziehung der Förderung von Sportinfrastrukturen sollte künftig ermöglicht werden
Stärkere Einbeziehung des Sports als Mittel der europäischen Entwicklungspolitik
Förderung der Dualen Karriere von Athleten: Laut EP sollte den Athleten eine EU-weite Anerkennung ihrer Qualifikation und ihrer Erfahrung im Leistungssport zu mehr beruflicher Mobilität verhelfen, die zudem durch die Einführung eines „Erasmus“-Programms für Athleten und Trainer gefördert werden könnte. Mit dieser Forderung nimmt das Europäische Parlament eine wichtige Empfehlung auf, die im Rahmen des vom EOC EU Büros durchgeführten Projektes „Athletes 2 Business (A2B)“ entwickelt wurde.
Doping: Um die Gesundheit der Athleten zu schützen, schlagen die Abgeordneten vor, den Handel mit Dopingsubstanzen strafrechtlich dem Drogenhandel gleichzustellen. Für Spielmanipulationen sollten laut EP Mindestregelungen für die Definition von Straftaten festgelegt werden.
Das Europäische Parlament ruft Mitgliedsstaaten auf, die Integrität des Sports zu schützen. In diesem Zusammenhang wird gefordert, Spielmanipulationen, Geldwäsche im Sport und illegale Sportwetten zu bekämpfen.
Im Hinblick auf das künftige EU-Sportförderprogramm, das ab 2014 starten soll, fordert das Europäische Parlament die Kommission auf, dass sie angesichts des gesundheitlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Beitrags des Sports ausreichend Haushaltsmittel in der künftigen Finanzperiode 2014-2020 für die Sportpolitik bereitstellen soll.
Der Beschluss wird dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, dem Rat der Europäischen Union, der Europäische Kommission, den Regierungen und Parlamenten der 27 Mitgliedstaaten und internationalen und nationalen Sportorganisationen vorgelegt. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, welchen Einfluss der Bericht auf das neue Sportförderprogramm und die künftigen sportrelevanten Politikbereiche in der neuen Finanzperiode 2014 bis 2020 haben wird.

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