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  • 03.04.2013 - 12:56 GMT
  • DOSB
Bildung, Jugend, Kultur & Sport

DOSB: EU: Studie zum Schulsportunterricht in Europa

Das EURYDICE-Netzwerk hat im Auftrag der Europäischen Kommission eine Studie zum Schulsport durchgeführt, deren Ergebnisse Mitte März veröffentlicht wurden. Die Untersuchung mit dem Titel „Physical Education and Sport at School in Europe” führt eine Standortbestimmung zum Sportunterricht und Sportangeboten an Schulen in 30 Ländern durch.

Zu den untersuchten Ländern zählen neben 25 EU-Mitgliedsstaaten auch Kroatien, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei. Seitens der Europäischen Kommission ist es der erste Versuch, einen Überblick zum Sportunterricht an europäischen Schulen zu gewinnen und gleichzeitig vorhandene Stärken und Schwächen der verschiedenen Systeme zu identifizieren.

Die Studienergebnisse belegen, dass der Sportunterricht in den Lehrplänen für Grund- und weiterführende Schulen überall pflichtmäßig verankert ist. In nahezu allen untersuchten Ländern ist es zudem erklärtes Ziel, mit dem Unterricht die physische, persönliche, aber auch soziale Entwicklung der Schüler und Schülerinnen zu fördern. Von den verpflichtenden Unterrichtsinhalten werden dazu spielerische Elemente und allem voran Ballsportarten am häufigsten eingesetzt.

Obwohl alle europäischen Staaten die Wichtigkeit von Sportunterricht  betonen, existieren hinsichtlich der dafür zu Verfügung stehenden Zeit große Unterschiede zwischen Ländern und Schulformen. Dies zeigt sich beispielweise an der empfohlenen Minimalzahl von Sportstunden in Grundschulen aus dem Schuljahr 2011/2012. Die minimal vorgeschriebene Stundenzahl schwankte zwischen 37 Stunden in Irland und 108 Stunden in Frankreich. Zudem ist länderübergreifend der Anteil von Sport am Gesamtstundenplan im Vergleich zu anderen Schulfächern sehr gering.

Um dies zu ändern, sind in mehr als einem Drittel der untersuchten Staaten Reformen hinsichtlich des Sportunterrichts geplant. So soll in Portugal und Finnland beispielsweise die vorgeschrieben Zahl der Sportstunden erhöht werden. Griechenland und Ungarn planen außerdem, das freiwillige Sportangebot an Schulen zu verbreitern. Viele Länder versuchen darüber hinaus, die Lehrbedingungen im Sportunterricht und die Ausbildung des Lehrpersonals zu verbessern.

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