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Europäische Wertegemeinschaft, Institutionen & Zukunftsdebatte

DSGV | Bürger wollen mehr nationale Eigenverantwortung

„Die europäische Idee fasziniert nach wie vor die Bürger. Aber wenn wir weiterhin wollen, dass die Menschen hinter der Europäischen Union stehen, müssen wir über eine neue Aufgabenteilung sprechen.“ So fasst Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), am Tag des britischen EU-Referendums die Situation in Deutschland zusammen und fordert damit eine breite Debatte über die Kompetenzverteilung in der EU.

Laut einer Umfrage, die der DSGV beauftragt hat, finden 86 Prozent der Bundesbürger die Grundidee der Europäischen Union nach wie vor gut. Das sind sogar mehr Menschen als noch vor fünf Jahren. Offener Binnenmarkt, Sicherung des Friedens und gemeinsame Währung – das sind aus Sicht der Bundesbürger die größten Vorteile der Europäischen Union. Danach werden offene Grenzen, die Arbeitnehmerfreizügigkeit und die gemeinsame Stimme gegenüber anderen außereuropäischen Ländern genannt.

Kritisch sieht rund die Hälfte der Bundesbürger, dass die Europäische Union zu viele Dinge entscheidet, die die einzelnen Staaten selbst bestimmen sollten. Die Landwirtschaft, die Sicherung der Spareinlagen, die Sozialpolitik und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gehören dazu. Im Vergleich zu früheren Erhebungen ist die Zustimmung für eine Zuständigkeit der EU in den meisten Politikbereichen etwas rückläufig.

Die Umfrage wurde vom Wirtschaftsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) am 22. und 23. Juni durchgeführt.

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