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  • 15.02.2014 - 13:38 GMT
  • DSGV
Wirtschaft & Finanzen

DSGV: „EU-Sparbuch wäre ein Placebo mit gefährlichen Nebenwirkungen“

Als „Placebo mit gefährlichen Nebenwirkungen“ bezeichnete Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), den Vorschlag der EU-Kommission, mit einem noch zu konzipierenden EU-Sparbuch die unzureichende Kreditversorgung des Mittelstands in einigen EU-Mitgliedstaaten zu verbessern.

„Investitionsmittel sind ausreichend im Markt vorhanden. Wenn sie in einigen EU-Staaten nicht bei den Unternehmen ankommen, dann liegt das einerseits an den unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven dort. Andererseits verfügen nicht alle EU-Mitgliedstaaten über starke, lokal verankerte Kreditinstitute, die aus Einlagen vor Ort Kredite für die dort ansässige Wirtschaft machen“, so Fahrenschon.

Fahrenschon sieht in der Lösung der zentralen wirtschaftspolitischen Fragestellungen den Schlüssel zur Bewältigung der Krise. Dies sei der beste Weg, um in allen EU-Staaten die wirtschaftlichen Perspektiven und damit auch der Mittelstandsfinanzierung zu verbessern. Gleichzeitig wäre damit ein Ausstieg der EZB aus der Niedrigzinsphase möglich, was auch den Sparern wieder zu „erfreulicheren Zinssätzen“ verhelfen könnte.

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