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  • 26.07.2013 - 11:24 GMT
  • DSGV
Wirtschaft & Finanzen

DSGV: Fahrenschon warnt vor falscher Blaupause bei EU-Bankenregulierung

International tätige und kapitalmarktorientierte Geschäftsbanken dürfen nach Ansicht von Georg Fahrenschon, dem Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), nicht die alleinige Blaupause bei der neuen EU-Finanzmarktregulierung darstellen.

„Die Stärke der EU liegt in ihrer Vielfalt. Das gilt auch für die Kreditwirtschaft. Bei der Finanzmarktregulierung in Europa muss daher zwischen den Risiken unterschiedlicher Geschäftsmodelle und Geschäfte differenziert werden. Je höher das Risiko, desto schärfer sollte die Regulierung sein“, so Fahrenschon anlässlich der Sitzung des European Youth Parliaments in Zürich.

In seinem Grußwort vor rund 250 teilnehmenden Jugendlichen aus 40 Nationen unterstrich Fahrenschon die dienende Rolle von Kreditinstituten für die reale Wirtschaft: „Statt an den Finanzmärkten riskante Geschäfte zu betreiben, müssen mehr Banken als bisher wieder zu ihren Kernaufgaben zurückkehren.“ Dazu zähle in erster Linie, die Finanzierungskreisläufe vor Ort zu stärken, indem man Einlagen von Kunden entgegennehme und für private und unternehmerische Investitionen wieder bereitstelle.

Länder wie Deutschland, in denen lokal verankerte Kreditinstitute wie die Sparkassen diese Aufgabe erfüllen, zeichneten sich durch einen besonders stabilen Mittelstand und einen sehr guten Zugang zu Finanzdienstleistungen aus. „Solche Finanzierungsstrukturen tragen entscheidend zur Stabilität einer Volkswirtschaft bei. Das haben die Sparkassen in Deutschland in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen“, so Fahrenschon. Auch dies sei ein Grund dafür, dass das Interesse am Geschäftsmodell der Sparkassen in den vergangenen Monaten spürbar gestiegen sei.

Fahrenschon ermunterte die jungen Menschen, sich in das politische Geschehen einzumischen und selbstbewusst ihre Vorstellungen über die Zukunft Europas zu formulieren. Das European Youth Parliament solle dafür einen Anstoß geben.
Die Sparkassen-Finanzgruppe fördert gemeinsam mit der Europäischen Sparkassenvereinigung das European Youth Parliament, bei dem junge Menschen über Grenzen hinweg über europapolitische Themen debattieren können. Die Förderung ist Teil des gemeinwohlorientierten Engagements der Sparkassen-Finanzgruppe, mit dem gesellschaftliche Belange unterstützt werden.

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