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  • 29.06.2012 - 12:52 GMT
  • DSGV
Wirtschaft & Finanzen

DSGV: Gemeinsame europäische Einlagensicherung vom Tisch

Als „große Verhandlungsleistung von Bundeskanzlerin Angela Merkel“ hat der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, die Ergebnisse des EU-Gipfels zur Einlagensicherung bezeichnet.

„Die Herausnahme der einheitlichen europäischen Einlagensicherung aus den Beschlüssen schützt das Vertrauen der deutschen Sparer in die Sicherheit ihrer Einlagen. Denn es wird vermieden, dass solide Institute und deutsche Sparer bei Schieflagen ausländischer Kriseninstitute haften müssen.“
Fahrenschon plädierte aber gleichzeitig dafür, den Einlagenschutz in nationaler Verantwortung auf ein neues, einheitliches europäisches Niveau zu heben und gleiche Standards zu vereinbaren. Vor allem müssten überall real Finanzmittel und nicht nur theoretische Verpflichtungen vorhanden sein. Dazu müsse jetzt die EU-Richtlinie zur Einlagensicherung endlich verabschiedet werden. „Die Richtlinie stellt EU-weit einheitliche Anforderungen an den Einlagenschutz und gibt in den EU-Ländern die Möglichkeit, auch über eine Institutssicherung zwischen gleichartigen Kreditinstituten den Schutz der Kunden nochmals deutlich zu erhöhen. Das wäre ein Fortschritt für viele europäische Staaten.“

Die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe werden auch weiterhin in einem gemeinsamen Institutssicherungssystem gegenseitig mit ihrem ganzen Vermögen füreinander einstehen und damit Schieflagen verhindern. Damit werden auch Situationen vermieden, wo Kunden überhaupt über eine Einlagensicherung entschädigt werden müssen.

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