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DSGV | Steigende Kapitalanforderungen durch Basel

Die EU-Finanzminister haben am 12. Juli 2016 an den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht appelliert, die Kapitalanforderungen durch die derzeit laufenden Regulierungsarbeiten nicht signifikant zu erhöhen. Diesen Appell begrüßt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV).

„Bei der aktuellen Regulierungsinitiative des Baseler Ausschusses müssen die Stärken und Ausprägungen des europäischen Bankenmarktes angemessen berücksichtigt werden“, forderte Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), in Berlin. Insbesondere die geplante Reform des Standardansatzes für Kreditrisiken führt nach aktuellem Stand zu einer deutlichen Verteuerung von Wohnimmobilien­finanzierungen und beim klassischen Dispositionskredit.

Auch bei Unternehmenskrediten verfolgt der Baseler Ausschuss einen konservativeren Ansatz als die Europäische Union. Einer Regulierung zu Lasten von Kreditnehmern und Investoren in ganz Europa erteilte Fahrenschon eine Absage: „Hier muss die EU-Kommission in ihrem Gesetzgebungsvorschlag einen europäischen Weg gehen“, so Fahrenschon weiter. „Das Investitionsklima darf nicht durch überproportionale Regulierung belastet werden.“ Regulierung, die für international tätige Großbanken konzipiert sei, dürfe auch nur genau für diese Anwendung finden.

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