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Verkehr, Telekommunikation & Energie

DVR | Deutsche EU-Ratspräsidentschaft: DVR fordert mehr Engagement für Verkehrssicherheit

Anlässlich der heute beginnenden EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) von der Bundesregierung ein starkes Engagement für mehr Verkehrssicherheit im urbanen Raum und für die Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen.

„Deutschland hat sich 2017 mit der Unterzeichnung der Valletta-Deklaration dazu bekannt, sich verstärkt für Maßnahmen einzusetzen, die die Anzahl der Verkehrstoten in der Europäischen Union zwischen 2020 und 2030 um die Hälfte reduzieren“, sagt Prof. Dr. Walter Eichendorf, Präsident des DVR. „In den nächsten sechs Monaten kann die Bundesregierung zeigen, dass sie zu diesem Ziel steht, indem sie der Sicherheit im Straßenverkehr im Rahmen ihrer Ratspräsidentschaft eine hohe Priorität einräumt.“

Deutsches Engagement für nachhaltige und intelligente Mobilität

Die Europäische Kommission entwickelt derzeit eine neue Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität und überarbeitet das Maßnahmenbündel für urbane Mobilität (Urban Mobility Package). „Nachhaltiger Straßenverkehr funktioniert nie ohne, nur mit Verkehrssicherheit“, so der Präsident. Unter anderem müsse die Vision Zero wesentlicher Bestandteil bei der geplanten Neuauflage des Urban Mobility Package sein.

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise haben viele Städte in Europa – auch in Deutschland – Radwege und Fußgängerzonen ausgeweitet, um der steigenden Anzahl von Fahrrad Fahrenden und zu Fuß Gehenden mehr Raum zu gewähren. Fördermittel, die im Rahmen des Urban Mobility Packages zur Umgestaltung des städtischen Verkehrsraums zur Verfügung gestellt werden, sollten an konkrete Auflagen, die auch die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmenden berücksichtigen, geknüpft werden.

Standardisierung von Fahrerassistenzsystemen vorantreiben

Mit Blick auf die bereits verabschiedete „General Safety Regulation“ appelliert Eichendorf: „Entscheidend ist es nun, dass die Gespräche in den entsprechenden europäischen Gremien über die Standardisierung verschiedener Fahrerassistenzsysteme zügig voranschreiten.“ Dies sei wichtig, damit Systeme wie zum Beispiel der Notbrems-Assistent für Pkw oder der Unfalldatenschreiber wie geplant EU-weit ab 2022 in neue Fahrzeugtypen bzw. ab 2024 in neue Kraftfahrzeuge verbaut werden könnten. Auch hier könne Deutschland positive Akzente für sichere Verkehre in ganz Europa setzen und zur Reduktion der Getöteten und Schwerverletzten in der EU beitragen.

Zur Pressemitteilung geht es hier.

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