Aktuelles > DVV | Bessere Lebensperspektiven statt Flucht in eine ungewisse Zukunft

Artikel Details:

Bildung, Jugend, Kultur & Sport, EU-Erweiterung, Außen- & Sicherheitspolitik

DVV | Bessere Lebensperspektiven statt Flucht in eine ungewisse Zukunft

DVV International informiert über Bildungsprojekte in Afrika und im Nahen Osten

Im Kampf gegen Fluchtursachen nimmt die Bundesregierung verstärkt den afrikanischen Kontinent in den Blick. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat während ihrer Afrika-Reise Anfang Oktober die Reform deutsch-afrikanischer Entwicklungszusammenarbeit zur Chefsache erklärt. Vor Repräsentanten der Afrikanischen Union nannte sie Bildung und insbesondere eine gezieltere Berufsausbildung für die junge Generation als Kernelemente für die künftige entwicklungspolitische Ausrichtung, die sie insbesondere während der deutschen G-20-Präsidentschaft im kommenden Jahr verfolgen will.

In zwei der Länder auf Merkels Reiseroute, nämlich in Mali und Äthiopien, ist das Institut für Internationale Zusammenarbeit des deutschen Volkshochschul-Verbandes bereits seit vielen Jahren mit vielfältigen Bildungsprojekten aktiv. DVV International verfolgt dort eben jene Strategie, die auch die Bundesregierung für die erfolgversprechendste hält: Gemeinsam mit regionalen Partnern werden nachhaltige Strukturen für ein verbessertes Bildungswesen aufgebaut. Steigende Bildungschancen verbessern entscheidend die Lebensperspektiven der Menschen vor Ort.
Tausende äthiopische Landfrauen lernen Lesen, Schreiben, kaufmännische Fähigkeiten und viele von ihnen werden im Anschluss zu Kleinunternehmerinnen. Malische Kleinbäuerinnen besuchen Grundbildungs- und Landwirtschaftskurse, in denen sie lernen, ihre Ernten in kürzester Zeit zu verdoppeln. Hunderte junge Menschen aus marokkanischen Armenvierteln besuchen in neuen wohnortnahen Volkshochschulen Englisch- und Computerkurs. Mit der Qualifikation wachsen das Selbstwertgefühl und die Chance auf einen regulären Job, auch für Rückkehrer aus dem Ausland, die häufig ohne Perspektiven auf der Straße stehen.

Derzeit ist DVV International in acht Ländern in Afrika und im Nahen Osten aktiv, in aller Regel mit Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Lange vor den großen Flüchtlingsströmen nach Europa, lange vor der aktuellen Debatte um Fluchtursachen verhalf DVV International bereits vielen Menschen zu Lebensperspektiven im eigenen Land. Unter anderem arbeiten wir seit 1971 in Äthiopien, seit 1985 in Uganda und seit 1995 auch im südlichen Afrika. Darüber hinaus unterhält DVV International ein Regionalbüro in Jordanien. Bildungsangebote wenden sich dort auch an Flüchtlinge aus Syrien.

Damit die Projekte auch über ihre Laufzeit hinaus positive Veränderungen bewirken, arbeitet DVV International in allen Zielländern nicht nur an der Basis, sondern qualifiziert auch Multiplikatoren und wirkt politisch darauf hin, dass Erwachsenenbildung und Lebenslanges Lernen zum Staatsziel werden.
Interessierte Journalistinnen und Journalisten aller Ressorts sind herzlich eingeladen, sich im Hintergrundgespräch über die Bildungsarbeit von DVV International in Afrika und im Nahen Osten zu informieren. Die Bonner Zentrale von DVV International vermittelt auch gerne Kontakte zu Ansprechpersonen in den Regional- und Länderbüros. Auslandskorrespondentinnen und –korrespondenten können zudem vor Ort Einblick in die Arbeit nehmen.

Ansprechpartner: Jan Fredriksson, Referent für Information und Kommunikation, DVV International; Tel: +49-228-9756946 oder fredriksson@dvv-international.de