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Europäische Wertegemeinschaft, Partizipation & Zivilgesellschaft

EBD-Generalsekretär Hüttemann auf europäischer Integrationskonferenz

„Die europäische Integration ist zusammen mit zivilgesellschaftlichem Engagement entscheidend für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten“, sagte Bernd Hüttemann, EBD-Generalsekretär und Vizepräsident der EMI, heute auf der europäischen Fachtagung „Europe at the Crossroads“. Die zweitägige Konferenz mit dem Leitthema „European Conference on the Contribution of Civil Society to the Integration of Refugees in Europe” wurde vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in Berlin ausgerichtet – einem engen Partner der EBD, die selbst auch Mitglied im BBE ist. Eingeladen waren wichtige Vertreter aus dem europapolitischen Kontext mit Schwerpunkt auf Asyl- und Migrationspolitik. Bernd Hüttemann vertrat in der Podiumsdiskussion „European Solidarity at test? The Role of Civil Society“ nicht nur die politische Forderung der EBD-Mitgliedsorganisationen zu einer gemeinsamen europäischen Migrations- und Asylpolitik, sondern auch die des Mutterverbandes European Movement International, deren Vizepräsident er ist.

Elisabeth Kotthaus, stellvertretende Leiterin der politischen Abteilung der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, eröffnete den zweiten Konferenztag mit einem Kurzvortrag über die Asyl- und Migrationsarbeit der Kommission. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben Hüttemann auch Anna Rurka, Präsidentin der Europarats-Konferenz der INGOs, sowie Gabriella Civico, Direktorin des Europäischen Freiwilligenzentrums (CEV), teil.

Hüttemann beleuchtete die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Integration und betonte, dass auf EU-Ebene kaum ein Bewusstsein über die Zustände in Flüchtlingslagern, wie beispielsweise im Libanon, vorhanden sei. Dabei stehe die Situation von Geflüchteten in direkter Verbindung mit der europäischen Integration. Bezogen auf den Beitrag von Kotthaus, betonte Hüttemann, dass die EU-Kommission nicht immer das Mandat habe, um schwierige Situationen alleine zu bewerkstelligen. Grundlegend für die EMI sei die Frage, wie die Arbeit des politischen Systems  zu verbessern sei  und wie im Zuge dessen bei der Verbesserung von Programmen für Geflüchtete geholfen werden könne. Als wichtige politische Leitlinien des Netzwerks EBD und der EMI benannte Hüttemann mehr Demokratie, mehr parlamentarische Kontrolle und mehr europäische Integration. In diesem Zusammenhang forderte er auch zivilgesellschaftliche Organisationen auf, die eigenen Strukturen zu demokratisieren und stärker als bisher für die europäische Integration einzutreten.

 

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