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EU-Erweiterung, Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres

EBD-Vorstand Köck: Ursachen für Flucht und Vertreibung sind nicht geringer geworden

Zum Welttag des Migranten und des Flüchtlings, der 2017 am 15. Januar begangen wird, erinnert EBD-Vorstand Tobias Köck daran, dass die geringeren Ankunftszahlen in Deutschland keine Lösung des Problems Flucht und Vertreibung bedeuten:

„Mehr als 5.000 Menschen, darunter viele Kinder und Jugendliche, sind 2016 im Mittelmeer ertrunken. Dass die Zahl der ankommenden Flüchtlinge in Deutschland stark gesunken ist, bedeutet nicht, dass die Ursachen für Flucht und Vertreibung geringer werden – im Gegenteil! 2017 braucht es eine europäische Debatte, wie Europa geflüchteten Menschen Asyl und Integration ermöglichen kann. Dazu sind auch und vor allem die gesellschaftlichen Organisationen gefordert und einzubeziehen.“

In der Flüchtlings- und Migrationspolitik kann es nur eine europäische Lösung geben, konstatieren die 250 Mitgliedsorganisationen der EBD in ihren Politischen Forderungen: „Die Asyl- und Flüchtlingspolitik in Europa muss grundlegend reformiert werden, denn wir brauchen eine gerechte Verteilung von Migrantinnen und Migranten und einheitliche Standards. Das vorliegende Paket der EU-Kommission ist eine gute Grundlage – wir fordern, dass es zügig beraten wird.“

Über die EBD-Politik 2016/17:

Zwölf konkrete Forderungen für die Fortentwicklung der europäischen Integration und der deutschen Europapolitik hat die EBD-Mitgliederversammlung am 27. Juni 2016 beschlossen. Die Stärkung von Pluralismus, Demokratie, Transparenz und Partizipation zieht sich als roter Faden durch das politische Programm der EBD für das kommende Jahr. Der Verabschiedung der politischen Forderungen vorausgegangen ist ein mehrmonatiger Konsultationsprozess innerhalb der Mitgliederschaft, der vom Jugendverein bis zum Wirtschaftsverband alle gesellschaftlichen Kräfte beteiligte.

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