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EBD-Vorstand Tobi Köck zum offiziellen Auftakt des Europäischen Solidaritätskorps

Am 19.10.2018 fällt in Berlin der lang ersehnte offizielle Startschuss für ein neues EU-Programm: Das Europäische Solidaritätskorps. Als Nationale Agentur für das Europäische  Solidaritätskorps veranstaltet die EBD-Mitgliedsorganisation JUGEND für Europa die nationale Auftaktveranstaltung. Zusammen mit 300 Jugendlichen, die ihr freiwilliges Engagement in ganz Europa bereits unter Beweis gestellt haben, vielen Trägern und der Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey sowie Tibor Navracsics (EU-Kommissar) und Petra Kammerevert (MdEP) wird der Start des Programms gefeiert.

Podiumsgast ist auch Tobias Köck, Bundesvorsitzender des Deutschen Bundesjugendrings und Vorstandsmitglied der EBD. Er war als Vertreter des größten deutschen Jugendverbandes von Anfang an intensiv in den Umsetzungsprozess des neuen Programms eingebunden.

„Junge Menschen haben im Rahmen des neuen Solidaritätskorps zusätzliche Möglichkeiten, sich solidarisch zu engagieren und Europa mitzugestalten. Das freut uns!“, so Köck. „Doch wir sehen im Bereich der Freiwilligendienste die Arbeitsmarktneutralität nicht gewährleistet und kritisieren speziell den neuen Humanitären Korps. Die Solidarität junger Menschen darf nicht für die Katastrophenhilfe ausgenutzt werden. Diese Arbeit bedingt eine Ausbildung und kann von jungen Menschen nicht einfach so geleistet werden.“

Das Europäische Solidaritätskorps (ESK) ist ein Freiwilligendienst, der von der EU-Kommission eingerichtet wurde. Im Rahmen des Dienstes sollen 18- bis 30-Jährige bei Notlagen in Europa und bei Freiwilligen- und Beschäftigungsprojekten helfen. Am 14. September 2016 kündigte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Schaffung des Europäisches Solidaritätskorps an. Die ersten Registrierungen für das Korps erfolgten ab 7. Dezember 2016. Bis 2018 haben sich bereits rund 70.000 Personen registrieren lassen und knapp 7000 absolvieren bereits einen Dienst oder ein Praktikum.

Am 11. September 2018 stimmte das EU-Parlament für eine weitere Finanzierung für zwei Jahre für bis zu 100.000 Menschen im Umfang von 375,6 Millionen Euro zu. Ab 2021 gibt es Planungen für ein noch umfangreicheres Programm für den Zeitraum 2021 bis 2027 mit einem Budget von 1,26 Milliarden Euro.