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Partizipation & Zivilgesellschaft

EU-in-BRIEF | EBD-Generalsekretär über Zivilgesellschaft und Lobbyismus

Bernd Hüttemann. Foto: Katrin Neuhauser

„Zivilgesellschaft“ und „Lobbyismus“ wird landläufig mit gemeinwohlorientierter bzw. interessengeleiteter Einflussnahme auf Gesetzgebung und Politik verbunden. Beide Begriffe werden aber je nach Diskurs unterschiedlich genutzt. Während der Begriff der Zivilgesellschaft zumeist positiv konnotiert ist, wird Lobbyismus oft als demokratiegefährdend beschrieben. Was schon auf rein nationaler Ebene unklar erscheint, führt im Zuge der Europäisierung nationaler Politik und in der Europäischen Union zu einer Verklärung bzw. einem schlechten Image von Europapolitik. Der Artikel von EBD-Generalsekretär Bernd Hüttemann behandelt ausgehend von der intermediären Sphäre zwischen Staat und Bürgern Träger, Ursprung, Semantik und normativem Gebrauch der Begriffe im deutschen und europäischen Kontext. Vor dem Hintergrund verschiedener demokratietheoretischer wie europawissenschaftlicher Ansätze werden die Begriffe „Zivilgesellschaft“ und „Lobbyismus“ auf pluralistische, korporatistische und etatistische Gesellschaftsmodelle der Mitgliedstaaten und der EU bezogen. Hüttemann schlägt im Ergebnis einen sorgsamen Gebrauch der Begriffe „Lobbyismus“ und „Zivilgesellschaft“ vor. Lobbyismus sollte wertneutral genutzt werden und „organisierte Zivilgesellschaft“ auch marktorientierte Gruppen umfassen. „Interessengruppe“ oder „Interessenvertretung“ sind im Zweifel vorzuziehen.

Lesen Sie den gesamten Beitrag, der im März 2018 in der Schriftenreihe des Arbeitskreises Europäische Integration e.V. unter dem Titel „Norm- und Regeltransfer in der europäischen Außenpolitik“ erschien,  als EU-in-BRIEF hier.

Literaturhinweis: Norm- und Regeltransfer in den internationalen Beziehungen. Baden-Baden [u.a.] 2018, Schriftenreihe des Arbeitskreises Europäische Integration e.V., Bd. 99.

ISBN 978-3-8487-3689-8 (Print)
ISBN 978-3-8452-8041-7 (ePDF)