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Europäische Wertegemeinschaft, Institutionen & Zukunftsdebatte

Eine Checkliste für Merkel und Hollande | Gemeinsames Statement der EBD, EMI und MFE-Präsidenten

„Präsident Hollande und Kanzlerin Merkel sind am richtigen Punkt, um Europa weiter voranzutreiben“, unterstreicht Dr. Rainer Wend, EBD-Präsident den gemeinsamen Auftritt von Kanzlerin Angela Merkel und Präsident François Hollande heute um 15:00 Uhr vor dem Europäischen Parlament. „Es ist ein positives Zeichen für Europa, dass die französisch-deutsche Maschine (wieder) reibungslos läuft. Dennoch kann sie nicht den Karren nicht allein aus dem Dreck ziehen. Europa braucht einen starken, ausdauernden Hybridantrieb – mit Kraftstoff aus anderen Hauptstädten! Nur wenn jeder einen Gang hochschaltet, ohne in unterschiedliche Richtungen zu lenken, kann Europa die Chance beibehalten, tatsächlich das ehemals gemeinsam definierte Ziel – in Freiheit und Frieden zu leben – erreichen. Insbesondere in Zeiten mehrfacher Krisen sollten wir dies nicht aus den Augen verlieren!“ Wend sieht es als Aufgabe aller Mitgliedstaaten und deren Staatskanzleien den Europäischen Gedanken weiterzutragen und mahnt an, die anderen EU-Mitglieder nicht zu vergessen: „Was ist denn mit Rom, Kopenhagen und Wien, um nur einige zu benennen?“

Die Europäische Bewegung International veröffentlichte in ihrer Pressemitteilung auch die Positionen der Präsidenten Europäischen Bewegung International und der Europäischen Bewegung Frankreich, um die historische Bedeutung dieser Beziehung für Europa ins Gedächtnis zu rufen und eine Zukunftsvision für Europa darzulegen.

„Die Europäische Union ist viel mehr als ein wirtschaftliches Unterfangen. Seit den Römischen Verträgen basiert sie auf geteilten Werten: Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte. Die Überzeugung, dass den Europäischen Bürgern eine Zusammenarbeit im europäischen Interesse mehr nützt als nationalistisches und egoistisches Verhalten sollte uns auch in schwierigen Zeiten leiten. Europäische Partner können über den richtigen Weg streiten, aber sie sollten immer an ihren gemeinsamen Werten festhalten, denn ohne diese Werte hat diese Union keine Basis“, mahnt Jo Leinen, Präsident, Europäische Bewegung International.

Wends französischer Kollege Jean-Marie Cavada, Präsident, Europäische Bewegung Frankreich verdeutlicht: „Die Griechenlandkrise hat die Eurozone und damit auch Europa selbst erschüttert. Die Flüchtlingskrise brachte es noch mehr zum Zittern, indem sie die fundamentalen europäischen Werte beeinflusste. Beide Krisen wurden nun gebändigt und das französisch-deutsche Tandem ist zurück – ein Niveau der Zusammenarbeit, auf das lange gewartet wurde. Diese Krisen stellen wieder einmal die institutionelle, politische, soziale, wirtschaftliche und diplomatische Zukunft unserer Union in Frage. Wir fordern, dass die Zusammenarbeit zwischen Paris und Berlin vertieft wird und eine neue institutionelle Ordnung, die Europa dringend benötigt, um mit den Kernproblemen, die uns heute konfrontieren, initiiert wird.“

Den ausführlichen Bericht finden Sie auf der Website der Europäischen Bewegung International. Zur Liveübertragung des gemeinsamen Auftritts hier. Unter dem Hashtag #HollandeMerkelEP können Sie der Diskussion auf Twitter folgen.

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