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Wettbewerbsfähigkeit

Endlich eine Verhandlungsbasis – aber mehr Tempo nötig. EBD-Präsidentin kommentiert Brexit-Weißbuch

Wer die Vorteile des Binnenmarktes weiterhin genießen will, muss sich auch an die Regeln halten, kommentiert EBD-Präsidentin Dr. Linn Selle im Tagesspiegel-Interview die Verhandlungsposition der britischen Premierministerin Theresa May für die zukünftigen Beziehungen des Vereinigten Königreiches zur EU. Eine Verwässerung etwa der Umwelt- und Verbraucherschutzstandards dürfe es dabei ebenso wenig geben wie die Binnenmarktintegration ausgewählter Branchen. Das könnte „einen verheerenden Dominoeffekt in der EU auslösen“, warnt Selle.

Grundsätzlich begrüßt die EBD-Präsidentin das Brexit-Weißbuch: „Politiker, Verbände und Nichtregierungsorganisationen haben ja lange genug darauf gewartet, dass die Regierung in London einen Vorschlag vorlegt.“ Damit es aber zu einer Einigung komme, bevor Ende März der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs vollzogen wird, brauche es bis Mitte November ein Verhandlungsergebnis mit der EU – und vor allem eine gemeinsame Position innerhalb der britischen Konservativen.

Zum Interview. Eine Kurzversion erscheint auch in der Printausgabe des Tagesspiegels.