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Erste Frau an der Spitze der EU Kommission: Ursula von der Leyen

„Europe is ready, let’s get to work.“ mit diesen Worten läutete Ursula von der Leyen ihre EU-Kommissionspräsidentschaft ein. Von der Leyen ist, trotz Kritik an ihrer Wahlnominierung und Enthaltungen der Grünen Fraktion im EP, am 27.11.2019 mit 461 Stimmen (89 Enthaltungen, 157 Gegenstimmen) zur neuen EU-Kommissionspräsidentin vom Europaparlament gewählt worden.

Der neuen Kommissionspräsidentin liegt Brüssel sozusagen im Blut. Als Tochter eines langjährigen EU-Beamten (und späteren niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht) verbrachte sie in der EU-Hauptstadt ihre ersten 14 Lebensjahre. Danach zog die Familie zurück nach Hannover. Nach ihrem Abitur studierte von der Leyen zuerst Archäologie und danach VWL, unter anderem in London. 1980 nahm sie ein Medizinstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) auf, das sie 1987 abschloss. Anschließend war sie als Assistenzärztin an der Frauenklinik der MHH tätig, wo sie 1991 promovierte. Mit ihrem Mann, dem Medizinprofessor Heiko von der Leyen, lebte sie anschließend für mehrere Jahre in Kalifornien.

Erst 2001, als politische Spätzünderin und Mutter von sieben Kindern, stieg von der Leyen in die Politik ein. Über kommunalpolitische Mandate im Landkreis Hannover bekam sie 2003 ein niedersächsisches Landtagsmandat und wurde Landesministerin für Soziales und Gesundheit. 2005 schaffte sie den Sprung in die Bundespolitik als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und anschließend seit 2009 als Bundesministerin für Arbeit und Soziales und Mitglied des deutschen Bundestages für den Landkreis Hannover. Von 2013 bis Juli 2019 war sie Bundesverteidigungsministerin. Von der Leyen ist nun die erste Frau, die das Amt der Kommissionspräsidentschaft inne hat.

Unter den Top 10 der Prioritäten der kommenden 5 Jahre Kommissionspräsidentschaft findet sich als bisher größtes Projekt der Green Deal für 2030 mit dem von der Leyen dem Klimawandel auf globaler Ebene unter europäischer Führung entgegentreten will und die Klimaneutralität Europas bis 2050 erreichen will. Wirtschaftswachstum im Einklang mit Nachhaltigkeit und inklusiver Sozialpolitik wird ein weiteres großes Thema sein.

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