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Wirtschaft und Finanzen

Euro-Bonds – Spitzenverbände stärken Bundeskanzlerin den Rücken

Gemeinsames Schreiben von BDA, BDI, DIHK und ZDH

Im Vorfeld der heutigen Sitzung des Europäischen Rates zum Thema Euro-Bonds haben die Präsidenten der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft gestern die Bundeskanzlerin angeschrieben und ihre Unterstützung zugesichert.
Dieter Hundt, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Hans- Peter Keitel, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Hans Heinrich Driftmann, Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Otto Kentzler, Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), unterzeichneten den Brief. Das Schreiben im Wortlaut:
"Im Vorfeld des anstehenden Europäischen Rates sagen wir Ihnen unsere Unterstützung zu der von Ihnen vertretenen, an konsequenter Stabilität orientierten Finanz- und Haushaltspolitik zu.
Die deutsche Wirtschaft bekennt sich seit Anbeginn zum Euro als der gemeinsamen währungspolitischen Klammer des Europäischen Binnenmarktes. Eine dauerhafte Stabilitätskultur der Mitgliedstaaten ist für die Zukunftsfähigkeit des Euro unverzichtbar. Wesentliches Konstruktionsmerkmal für die Stabilität Europas muss die Eigenverantwortlichkeit der einzelnen Mitgliedstaaten für die Konsolidierung ihrer Staatshaushalte sein.
In diesem Zusammenhang halten auch wir die Einführung von Euro-Bonds nicht für einen Ziel führenden Ausweg aus der aktuellen Staatsschuldenkrise.
Zu einer Festigung der Gemeinschaftswährung gehören auch eine stabilisierende Koordinierung der jeweiligen nationalen Finanzpolitiken nach strikten gemeinsam festgelegten Regeln und Zielen sowie die Haftung privater Gläubiger.
Es liegt im wohlverstandenen deutschen und auch im europäischen Interesse, die Stabilität des Euro-Raums nachhaltig zu stärken. Hierauf setzt die deutsche Wirtschaft. Sie trägt den von Ihnen, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, in dieser Frage verfolgten Kurs mit."