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„Europa ist ein Spielfeld“ | Hospitanz des Auswärtigen Amtes bei der EBD

Wie souverän sind Nationalstaaten und wie können Europäerinnen und Europäer stärker für Europa begeistert werden? Über diese und viele weitere Fragen diskutierten Praktikantinnen und Praktikanten des Auswärtigen Amtes mit EBD-Generalsekretär Bernd Hüttemann.

Zunächst gab Hüttemann einen kurzen Überblick über die Arbeit der EBD und ihre Mitgliedsorganisationen. „Wir sind dafür da, dass die richtigen Akteure proeuropäisch zusammenarbeiten, auch wenn sie in Sachfragen unterschiedlicher Meinung sind,“ so beschrieb der EBD-Generalsekretär die Vernetzungsarbeit, die die EBD in Kooperation mit über 246 Mitgliedsorganisationen leistet. In diesem Kontext betonte er die Verantwortung der Verbände für den Europawahlkampf und die nationale Europapolitik. „Unser Job ist zu sagen: Stärkt den Parlamentarismus!“

In einer Fragerunde diskutierten die Praktikantinnen und Praktikanten mit Hüttemann über zentrale europapolitische Fragestellungen. Neben dem aktuellen Europawahlkampf, bei dem sich alle Beteiligten mehr Engagement der deutschen Parteienlandschaft wünschten, ging es um die Verantwortung Deutschlands bei der kommenden EU-Ratspräsidentschaft. Hier wird Deutschland viel leisten müssen. „Wenn Deutschland es schafft, den demokratischen und pluralistischen Wettbewerb zu fördern, als ehrlicher Anwalt, ohne nur seine eigenen Interessen zu verfolgen, dann sind wir schon weit gekommen,“ glaubt Hüttemann.

Auch aktuelle jugend- und bildungspolitische Themen, zum Beispiel der Vorschlag der CDU zur Einführung eines Interrail-Tickets für junge Europäerinnen und Europäer, waren Teil der Debatte.  Ein großes Problem sieht Hüttemann in der fortschreitenden Elitisierung Europas. Gerade zukünftige europapolitische Eliten sollten sich diesen Trend bewusst machen. Er schmälere die Teilhabe und damit das Verständnis der breiten Zivilgesellschaft für die Arbeit in Brüssel.

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