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Europakommunikation, Partizipation & Zivilgesellschaft

„Europa ist eine Generationenaufgabe“ | Katharina Wolf zu Gast im Podcast „Diskutabel“

„Europa ist eine Generationenaufgabe – und wir sind auf einem richtig guten Weg“, betont Katharina Wolf, Frau Europas 2019, im Podcast „Diskutabel – der Podcast aus der Bildungsbehörde“. In dem gut einstündigen Podcast des Europahauses Marienberg stellt sich Wolf den Fragen der beiden Studienleiter der internationalen Bildungsstätte, Karsten Lucke und Anselm Maria Sellen. Es geht um Pegida, das europapolitische Engagement Wolfs und die Geschichte des Preis Frauen Europas.

Geprägt durch das Interesse ihres Vaters für griechische Mythologie beschäftigt Wolf sich schon früh mit der Frage, warum Europa eigentlich Europa heißt. Als Beamtin im sächsischen Wirtschaftsministerium bekommt sie dann die Möglichkeit, Europa aus der Nähe zu betrachten. Erst in Brüssel in der Vertretung des Landes Sachsen, danach in Berlin in der Europaabteilung zweier Bundesministerien, bevor sie nach Dresden zurückkehrt. Besonders in Berlin ist sie überrascht, wie viel Europa und Europabegeisterte sie dort in allen Bereichen vorfindet: von den Ministerien bis hin zu Verbänden und Unternehmen. Gleichzeitig engagiert sich die Juristin im Deutschen Juristinnenbund (djb) und lernt, wie wichtig grenzüberschreitende Arbeit für Vereine ist.

Das Aufkommen der Pegida-Bewegung 2014 in Dresden ist der Auslöser für Wolfs späteres Engagement getreu dem Motto „Patriotische Europäer sehen anders aus!“ So gründet sie 2015 gemeinsam mit einigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern die Europa-Union Sachsen e.V., den jüngsten Landesverband des deutschlandweit größten Bürgervereins für Europa, den sie seitdem als Vorsitzende leitet. Vor Ort konnte sie anfangs nur auf wenige Strukturen zurückgreifen, aber ihr großes europäisches Netzwerk vereinfachte die Gründung. Der Verein fördert insbesondere europapolitische Bildung in Sachsen, die nach der Wende eine zu geringe Rolle gespielt habe, betont Wolf im Podcast. Mittlerweile habe sich dies zum Positiven gedreht, dennoch gäbe es eine verlorene Europa- und Demokratiegeneration.

Für ihr Engagement wurde Wolf 2019 mit dem Preis Frau Europas der Europäischen Bewegung Deutschlands (EBD) ausgezeichnet. Sie selbst verfolgt den Preis, der dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert, schon länger und hat seine Höhen und Tiefen miterlebt. In ihrer Zeit als Mitglied des EBD-Vorstands hat sie sich immer wieder gemeinsam mit anderen Mitgliedsorganisationen und dem Präsidium des Preises sowie den Preisträgerinnen für den Preis stark gemacht. Für Wolf ist der Preis Frau Europas ein wichtiges Zeichen, um die Lebenswirklichkeit von Frauen und deren Wirken öffentlicher zu machen.

Hier geht es zum Podcast mit Katharina Wolf.

Über den Preis Frauen Europas

Mit dem „Preis Frauen Europas – Deutschland“ ehrt die EBD seit 1991 Frauen, die sich durch ihr mutiges, kreatives oder hartnäckiges ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise für das Zusammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas einsetzen. Die symbolische Auszeichnung – die Preisträgerin erhält eine eigens für sie gefertigte Brosche und wird Teil eines aktiven Preisträgerinnen-Netzwerkes – soll bürgerschaftlich aktive Europäerinnen untereinander und mit den EBD-Mitgliedsorganisationen vernetzen und ehrenamtliche Strukturen in der Zivilgesellschaft stärken. Der Festakt zur Preisverleihung, den die EBD gemeinsam mit der Vertretung der Europäischen Kommission organisiert, findet im Juni statt. Die Brosche stiftet die Carl Friedrich Geiger Stiftung.

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