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Europakommunikation, Partizipation & Zivilgesellschaft

Europa-Jugendbauernhof in Deetz – EBD ehrt Margrit Weimeister für ihr Lebenswerk

Erstmalig vergibt die Europäische Bewegung Deutschland (EBD) im Projekt „Preis Frauen Europas“ einen Preis für das Lebenswerk einer Europa-Engagierten: Margrit Weimeister hat seit den 90er Jahren im sachsen-anhaltinischen Deetz einen Europa-Jugendbauernhof aufgebaut, auf dem junge Menschen aus ganz Europa gemeinsam Natur und Landwirtschaft erleben. Für diesen besonderen Beitrag zur europäischen Völkerverständigung bedachte die Jury des Preis Frauen Europas sie mit einer Würdigung.

1992 gründete die heute 87-jährige den Verein „Jugendseeheim“ in Deetz mit dem Ziel, internationale Jugendarbeit durchzuführen, um als Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg einen Beitrag für ein friedliches Europa zu leisten. 1996 erstand daraus die Idee des Europa-Jugendbauernhofs, mit dem sie einen Begegnungsort für junge Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern erschuf. Ziel des Hofes ist es, Jugendlichen aus dem In- und Ausland die Bedeutung von Umwelt und Landwirtschaft gemeinsam mit den Werten von Demokratie und freier Selbstbestimmung zu vermitteln. Damit möchten Weimeister und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter ein deutliches Zeichen gegen Fremdenhass und für eine friedliche Verständigung setzen. Seit 1992 konnten in diesem Rahmen mehr als 1.200 Jugendliche aus aller Welt und ca. 100 Jugendliche aus Deutschland an internationalen Workcamps teilnehmen. Weimeister organisierte die Arbeit auf dem Europa-Jugendbauernhof mit höchstem persönlichem Engagement im Zeitraum von 1992 bis 2013 und wirkt trotz der Übergabe der Leitung 2008 an ihren Sohn Ulrich Weimeister bis heute mit.

Über den Preis Frauen Europas

Seit 1991 ehrt die EBD mit dem Preis Frauen Europas – Deutschland Frauen, die sich durch ihr ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement in besonderer Weise für das Zusammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas einsetzen. Der Sonderpreis für das Lebenswerk wurde von der Jury des Preises 2020 erstmalig vergeben.  

Da 2020 aufgrund der Corona-Pandemie keine Übergabe des Preises möglich war, soll diese im Rahmen der für Juni 2021 geplanten Preisverleihung des Preis Frauen Europas 2021 erfolgen.

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