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  • 13.06.2012 - 12:25 GMT

Europa-Union unterstützt Schengen-Klage des Europäischen Parlaments

„Der Schengen-Besitzstand darf nicht aufgeweicht werden“, fordert Christian Moos, Generalsekretär der Europa-Union Deutschland, anlässlich des Beschlusses der EU-Innenminister, gegebenenfalls wieder Grenzkontrollen einzuführen. „Wir unterstützen deshalb die Klage des Europäischen Parlaments gegen die nationalen Regierungen vor dem Europäischen Gerichtshof“, erklärt Moos.

Der Generalsekretär warnt nachdrücklich vor einer Einschränkung der Reise-Freiheit im Schengen-Raum. „Diese europäische Errungenschaft dürfen wir gerade in Zeiten des abnehmenden Vertrauens der Bürger  in die EU nicht gefährden. Offene Grenzen stehen für ein freies und bürgernahes Europa“, so Moos. Eine Politik der Abschottung würde die Freiheiten der EU-Bürger elementar gefährden. Die Reisefreiheit habe sich in der Praxis bewährt und sei bei den EU-Bürgern überaus beliebt.

Durch das 1985 beschlossene Schengen-Abkommen können sich EU-Bürger innerhalb der Europäischen Union und auch in einigen anderen europäischen Ländern ohne Grenzkontrollen frei bewegen. In der vergangenen Woche hatten sich die EU-Innenminister darüber verständigt, künftig notfalls im Alleingang Grenzen für bis zu zwei Jahre zu schließen.

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