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  • 28.03.2011 - 13:58 GMT

Friedrich-Ebert-Stiftung mit drei Publikationen zur Wirtschafts- und Finanzkrise

Im Vorfeld des richtungsweisenden Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der EU am 24/25. März hatte die Friedrich-Ebert-Stiftung drei Publikationen zu den Ursachen der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise sowie den aktuell diskutierten Konzepten zur Bewältigung der Krisenfolgen veröffentlicht.

Die neoliberale Konstruktion des Maastrichter Vertrages, eine Währungsunion ohne eine politische und eine soziale Union einzuführen, hat die Eurozone an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Klaus Busch und Dierk Hirschel plädieren daher für einen vierfachen Paradigmenwechsel: eine neue Wachstumsstrategie, eine demokratisch kontrollierte Wirtschaftsregierung, eine europaweite Koordinierung der Lohn-, Sozial- und Steuerpolitiken sowie europäische Regeln für die Schuldenfinanzierung: http://www.fes.de/cgi-bin/gbv.cgi?id=07930&ty=pdf
In der auf Wettbewerbsprinzipien basierenden europäischen Währungsunion sind die Lohnkosten verstärkt unter Anpassungsdruck geraten. Toralf Pusch hält eine engere Koordinierung der Lohn- und Tarifpolitiken für möglich, um makroökonomische Ungleichgewichte in der Eurozone zu verhindern; eine Einschätzung, die in drei darauf Bezug nehmenden Kommentaren aus den Gewerkschaften kritisch gesehen wird: http://www.fes.de/cgi-bin/gbv.cgi?id=07931&ty=pd
Werner Kamppeter analysiert in historisch-genetischer Weise den Verlauf vergangener Krisen. Er versucht, Rückschlüsse für die Ursachen der gegenwärtigen Wirtschafts- und  Finanzkrise aufzuzeigen und Lehren für das Krisenmanagement auf globaler und innereuropäischer Ebene zu ziehen. Eine neuerliche Annäherung an ein realwirtschaftliches Regime, so sein Fazit, scheint unverzichtbar: http://www.fes.de/cgi-bin/gbv.cgi?id=07932&ty=pdf

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