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Wirtschaft & Finanzen

Friedrich Naumann Stiftung | Die Digitalwirtschaft in die (Steuer-)Pflicht nehmen

Die Europäische Kommission hat in dieser Woche zwei Gesetzesentwürfe zur Besteuerung digitaler Unternehmenstätigkeiten vorgeschlagen. Das Ziel ist, derzeitige Steuermodelle an die Realitäten des 21. Jahrhunderts und insbesondere an die gestiegene Popularität von Internetkonzernen wie Google, Amazon oder Facebook anzupassen.

In nur zehn Jahren erlebte die digitale Wirtschaft einen regelrechten Boom: Hatten im Jahr 2008 lediglich fünf Prozent der aus Kapitalsicht zwanzig führenden Unternehmen eine geringe oder gar keine physische Präsenz, sind heute 45 Prozent von ihnen digitale Unternehmen. Ihre Gewinne werden durch globale Handelstätigkeiten erzielt, die Versteuerung erfolgt jedoch nicht selten über verschachtelte Prozesse und in aus Unternehmersicht steuerlich äußerst günstigen Staaten.

Große Internetfirmen sind daher meistens in den USA ansässig, innerhalb der Europäischen Union gerieten Irland und Luxemburg bereits ins Visier der EU-Kommission. Finanzminister der EU-Mitgliedstaaten, europäische Staats- und Regierungschefs sowie die EU-Kommission hatten sich in der Vergangenheit bereits mehrfach für europäische Lösungen zur fairen und ausgewogenen Besteuerung digitaler Unternehmen ausgesprochen. „Fast drei Viertel der Gewinne von Amazon in Europa werden nicht versteuert“, stellte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager unlängst fest.

Den gesamten Bericht können Sie hier online lesen.

 

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