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GSI | Summer School | Europa steht auf dünnem Eis

Summer School des GSI mahnt zur Einheit

„Wir haben in Europa viel erreicht. Aber wenn man sich die aktuelle Situation ansieht, scheinen diese Errungenschaften auf dünnem Eis gebaut.“ Anlässlich der 30. European GSI Summer School, die das Gustav-Stresemann-Institut e.V. am Freitag, 13. September eröffnet, mahnt dessen Präsident und Vorstand zur Einheit. „Ohne grenzüberschreitende Zusammenarbeit können wir die Zukunft Europas nicht gestalten“, erläutert Dr. h.c. Erik Bettermann das diesjährige Motto „Unite in Diversity: Crossing Borders and Creating the Future of Europe“. Vom 13. bis 22. September 2019 richtet das GSI die „30. European GSI Summer School“ in Bonn, Luxemburg und Brüssel aus. Sie ist erneut ein internationaler Treffpunkt für 50 politisch interessierte Studierende bzw. junge Berufsstätige aus ganz Europa und darüber hinaus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die praktische Arbeit von EU-Institutionen kennen, setzen sich mit Zielen und aktuellen Fragen der europäischen Integration sowie der Außenpolitik – von Brexit bis Klimawandel – auseinander und kommen mit Expertinnen und Experten ins Gespräch.

Das Programm umfasst, neben Workshops in Bonn, auch Exkursionen zu europäischen Institutionen in Luxemburg und Brüssel. Viele der rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in den vergangenen 30 Jahren durch die Sommerakademie ihren europäischen Horizont erweitern, ihr Wissen vertiefen und internationale Kontakte knüpfen konnten, haben diese Erfahrungen in ihre weitere berufliche Laufbahn eingebracht. Sie haben inzwischen beeindruckende Karrieren als Außenminister, Wissenschaftler, Anwälte, Botschafter, Journalisten und Unternehmer aufgebaut. Zu der 30. European GSI Summer School sind deshlab auch Alumni der vergangenen Jahre jetzt als Dozenten eingeladen.

„Die diesjährige Summer School ist ein Forum, in dem Ideen für eine lebendige Zivilgesellschaft ausgetauscht werden“, so Bettermann. Eine der zentralen Fragen laute, „wie wir ein neues Verständnis zwischen politischen Akteuren herstellen, um die dringenden Fragen von Klimawandel bis Migration lösen zu können.“

Um diese und weitere Fragen möglichst breit zu diskutieren, öffnet das GSI die Summer School auch für die Öffentlichkeit: Für die Eröffnung am 13. September um 19.30 Uhr mit anschließender Podiumsdiskussion sowie für zwei weitere Panels am 14. und 16. September können Interessierte sich auf gsi-bonn.de anmelden. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung diskutieren Celia Conde, Pau Costa Stiftung, Dr. Jessica Erbe, Bundesinstitut für Berufsbildung, Dr. Otto Schmuck, Vorstandsmitglied der Europäischen Bewegung Deutschland, sowie Joanna Szymanska-Bika, Polregio e.V., „30 Jahre Europäischer Austausch – 30 Jahre Europäischer Geschichte“.

„Die Grenzen durch regionale Kooperationen überwinden“ lautet der Titel der Veranstaltung am 14. September, 14 Uhr, die durch den Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Beneluxjahr.NRW 2019 gefördert wird. Als Referenten werden Dr. Doris Gau, Verbindungsreferentin des Landes NRW bei der Benelux.Union in Brüssel, Martijn Spaargaren, stellv. Geschäftsführer, Euregio Rhein-Maas-Nord, sowie Thomas De Vos, Referent der Provinz Lüttich, Euregio Maas-Rhein. Im Mittelpunkt stehen hier die erfolgreiche Praxis der regionalen Kooperationen.

Am 16. September geht es ab 19.30 Uhr um „Die Zukunft der europäischen Integration: Was sind europäische Gemeingüter und warum sind sie so wichtig?“, zu der das GSI gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung einlädt. Moderiert von Bernd Neuendorf, Journalist, auf dem Podium: Prof. Dr. Christian Kastrop, Direktor, Programm Europas Zukunft, Bertelsmann Stiftung, Ophélie Omnes, Vorstand der Jungen Europäischen Föderalisten, und Ingrid Magnusson, European Affairs Manager, European Institute of Peace. Alle Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt.

Darüber hinaus veröffentlichen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Blog Berichte und Fotos aus den Workshops und Exkursionen. „Auch auf diesem Weg ermöglicht das GSI einen Anschluss an die aktuellen Debatten, die uns alle derzeit bewegen“, so Präsident Bettermann. „Klimawandel, Digitalisierung, Migration kennen keine Grenzen. Darum sollten wir bei der Bewältigung dieser Herausforderungen auch grenzüberschreitend denken.“

Informationen zum Programm, den Referentinnen und Referenten sowie die Anmeldemöglichkeiten zu den drei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen finden Sie unter https://www.gsi-bonn.de/summerschool.html.

Förderer der diesjährigen European GSI Summer School sind die Bundeszentrale für politische Bildung, der Kölner Gymnasial- and Stiftungsfonds, die Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn sowie das Land NRW. Langjährige Partner sind unter anderem der Deutsche Akademische Austauschdienst und die Europäische Union.

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