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  • 17.11.2011 - 08:51 GMT

HDE: Bundeskanzlerin: „Handel Schwergewicht der deutschen Volkswirtschaft“

Zum Abschluss des Deutschen Handelskongresses würdigte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Einzelhandel als Schwergewicht der deutschen Volkswirtschaft. Die Branche erweise sich als Stabilitätsfaktor betonte Merkel mit Blick auf die positive Beschäftigungsentwicklung. Diese sei alles andere als selbstverständlich.

HDEHDE-Präsident Josef Sanktjohanser erneuerte heute das klare Bekenntnis des deutschen Einzelhandels zu Europa und zur Gemeinschaftswährung. "Der Handel ist der Schlüssel zum europäischen Binnenmarkt und das Tor der Verbraucher zu Produkten aus aller Welt." Das Prinzip des freien Warenverkehrs stelle einen Grundpfeiler der wirtschaftlichen Integration dar. Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze seien entstanden. Unternehmen konnten neue Märkte erschließen.

Sanktjohanser betonte, die Staatsschuldenkrise und die außer Rand und Band geratenen Finanzmärkte gefährdeten nicht nur die Vermögen der Unternehmen, sondern auch den sozialen Frieden als hohes Gut der Demokratie. Die aktuellen Risiken verunsicherten Bürger und Verbraucher und stellten somit die größte Gefahr für den Konsum dar.

Die unsolide Haushaltspolitik einiger Euroländer gefährde den politischen und wirtschaftlichen Erfolg des Euro, so Sanktjohanser. Das politische Krisenmanagement müsse dieses Übel beim Schopfe packen. "Ein Mittel wäre der Export der deutschen Schuldenbremse in die Euro-Staaten. Wir brauchen aber auch Instrumente, die einheitliche Richtlinien für die Staatshaushalte festlegen, sie kontrollieren und bei Bedarf auch sanktionieren."

Zugleich forderte der HDE-Präsident, dem ungezügelten Treiben von Teilen des Finanzsektors Einhalt zu gebieten. "Wir unterstützen uneingeschränkt die Politik, der verantwortungslosen Zockerei egoistischer Akteure einen Riegel vorzuschieben." Er dankte Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihr entschlossenes Eintreten für die Interessen Deutschlands in Europa.

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