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IB | Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus

Der Internationale Bund hat am 27. Januar an den gesetzlich verankerten  Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Immer wieder flammen in unserem Land Diskussionen auf, ob nicht endlich Schluss sein muss mit der Diskussion über die Schuld der Deutschen und das organisierte Gedenken an die Verbrechen in der Zeit der Nazi-Diktatur. Einzeln ist sogar manchmal zu hören, dass die Holocaust-Gedenkstätte im Herzen Berlins ein „Denkmal der Schande“ sei und dort nicht hingehöre. Zu unserem gesellschaftlichen Fundament muss aber weiterhin gehören, dass die beispiellosen und menschenverachtenden Verbrechen der Nazis nicht relativiert oder gar in Zweifel gezogen werden.

Der Vorsitzende des Vorstandes des Internationalen Bundes (IB), Thiemo Fojkar, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in vielen Ländern Europas von rechtspopulistischen Kräften versucht wird, die Geschichte dieser Zeit umzudeuten. Fojkar betonte, dass der IB auch mit seinem europapolitischen Engagement diesen Entwicklungen mit aller Kraft entgegen treten wird.

Als großer freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit sieht es Fojkar als eine Aufgabe des IB an, dafür zu sorgen, dass die Erinnerung an die Greuel in den Jahren von 1933 bis 1945 nicht verloren geht. Das tut der IB unter anderem mit Workshops und Angeboten zur politischen Bildung. In der IB-Einrichtung im hessischen Hadamar werden Gäste und Besucher aus vielen Ländern über die dortige Gedenkstätte über das Euthanasie-Programm und die Verbrechen der Nazis an kranken Menschen informiert. Noch heute können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IB vor Ort ein Bild davon machen, welche Opfer der Rassenwahn der Nationalsozialisten gefordert hat. Außerdem gibt der IB im Rahmen internationaler Jugendaustauschprogramme der nachwachsenden Generation die Gelegenheit, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Toleranz und zum Verständnis anderer Kulturen.

Seit seiner Gründung steht der IB für die Förderung des friedlichen Miteinanders von Menschen mit verschiedenen Nationalitäten. Diese Aufgabe ist so aktuell wie je.

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