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IB | Kinderarmut eine europäische Herausforderung

Laut einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung zur Kinderarmut in Deutschland leben rund 21 Prozent aller Kinder in Deutschland mindestens fünf Jahre in ärmlichen Verhältnissen. Viele Hilfsorganisationen und Sozialverbände fordern nicht erst jetzt politische Konsequenzen und Unterstützung zur Lösung dieses Problems.

Im Rahmen seiner sozialpolitischen Netzwerksarbeit stellt der IB (Internationale Bund) immer wieder fest, dass es sich hier auch um ein europäisches Problem handelt. Der IB richtet deshalb seine Forderungen an nationale aber auch europäische Institutionen: Wohnen, Gesundheit, Kultur/Bildung, Freizeit, soziale Integration und Teilhabe müssen Teil eines integrierten Konzeptes zur Verbesserung der Lage von Kindern sein.

Von Armut betroffene Kinder müssen auf vieles verzichten. Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangebote müssen so ausgestaltet werden, dass auch Kinder aus armen Verhältnissen daran teilhaben können. Da sich vielfältige Erfahrungsräume positiv auf die Entwicklung auswirken, sollte es beispielsweise jedem Kind ermöglicht werden, Mitglied eines Sportvereins zu werden oder ein Musikinstrument zu lernen. Genauso wichtig sind die kompetente Unterstützung der Eltern sowie eine Gesundheitsförderung von Anfang an. Nur wenn sich Kinder körperlich und geistig stark fühlen, können sie später ein selbstbestimmtes Leben außerhalb von Armut führen. „Gute Netzwerke, die von der Geburt bis zur Berufsausbildung und darüber hinausgehen sollten, dienen als Frühwarnsystem. Durch sie wird auch ein schützender Rahmen geschaffen, in dem die individuellen Potenziale des Kindes erkannt und gefördert werden können“, sagt Thiemo Fojkar, Vorsitzender des IB-Vorstandes.

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