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IB | Meilenstein auf dem Weg zur europäischen Integration: 25 Jahre Vertrag von Maastricht

Vor genau 25 Jahren, am 1. November 1993, ist der Vertrag von Maastricht in Kraft getreten. Die meisten verbinden damit vor allem die Einführung des Euro im Jahr 2002. Tatsächlich hatten sich die Staats- und Regierungschefs von den damals zwölf Ländern aber bereits im Jahr 1992 grundsätzlich auf die bis heute geltenden Stabilitätskriterien für die gemeinsame Währung geeinigt.

Zum Vertrag von Maastricht gehört aber noch viel mehr. So entwickelte sich die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft zur Europäischen Union weiter, für deren Bürger galt ab sofort die Unionsbürgerschaft: Sie konnten sich in den Ländern der EU frei bewegen. Das hatte es in dieser Form zuvor noch nie gegeben. Darüber hinaus wurde in der holländischen Stadt eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik vereinbart. Zu den damals zwölf Ländern sind inzwischen 16 weitere hinzugekommen. Die EU hat bis heute Strahl- und Anziehungskraft.

„Der Vertrag war ein Meilenstein auf dem Weg zur europäischen Integration“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Bundes, Thiemo Fojkar.  „Auch wenn einzelne Details kritikwürdig sein mögen, ist es doch heute kaum mehr vorstellbar, dass Länder der EU sich wieder in einen Krieg verwickeln könnten. Gleichzeitig ist der Wohlstand in den Ländern der Union stetig gewachsen.“ Zwar hätten nicht immer alle Bevölkerungsgruppen gleichmäßig davon profitiert – aber die Chance auf ein Leben in Frieden und Sicherheit sei durch das enge Zusammenrücken der europäischen Länder eindeutig größer geworden.

Auch der IB hat als Akteur der Zivilgesellschaft seinen Teil zum Erfolg der EU beigesteuert – national wie international. Im Bildungs- und Sozialbereich arbeitet er in europäischen Netzwerken mit anderen Partnern für mehr Chancengleichheit und -gerechtigkeit. Der IB beteiligt sich an Jugendaustauschprogrammen und engagiert sich beispielsweise im Deutsch-Französischen und im Deutsch-Polnischen Jugendwerk. Der IB ist in Europa gut vernetzt und hat mit dafür gesorgt, dass der Wechsel von einer Wirtschafts- zu einer Wertegemeinschaft gelungen ist.

Heute steht die Union vor neuen Herausforderungen, beispielsweise durch den geplanten Austritt des Vereinigten Königreichs. Der IB wird auch über seine Netzwerke in Deutschland und Europa die bisher erzielten Erfolge der Gemeinschaft in den Vordergrund stellen und umso engagierter für ihre Grundwerte und Ziele werben. Die Europäische Union und der Vertrag von Maastricht sind das Fundament für Stabilität und Sicherheit. Natürlich gibt es Schwachstellen, Ungerechtigkeiten und nationale Egoismen. Doch niemand kann die Rückkehr zu einer Nationalstaatlichkeit wollen. Nur als starke Gemeinschaft können die Länder der EU die Globalisierung meistern. „Meiner Meinung nach gibt keine Alternative zur europäischen Integration, wenn wir und unsere Nachfahren weitere Jahrzehnte in Frieden und Freiheit leben wollen“, so der Vorsitzende des IB Vorstandes Fojkar.

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