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IB | Schutz von Kindern muss auch bei der Asylpolitik Vorrang haben

Morgen wird die Europäische Kommission ihren Vorschlag für die Reform des Gemeinsamen Europäisches Asylsystems (GEAS) vorstellen. Die Ergebnisse werden wegweisend sein für die Flüchtlingspolitik in Europa und wichtige Weichen stellen für Menschen, die hier Schutz, Hilfe und Unterstützung suchen.

Im Mittelpunkt einer begleitenden Social Media-Kampagne, an der sich auch der IB auf Facebook und Twitter beteiligt, wird bei einer Neuausrichtung der europäischen Asylpolitik besonders auf die Einhaltung der Rechte von Kindern gepocht. „Diese Forderung hat sich der IB schon lange auf seine Fahnen geschrieben, bislang hauptsächlich für bereits in Deutschland lebende Kinder“, so der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar. „Selbstverständlich gelten diese Rechte aber auch für Kinder, die zusammen oder gar alleine auf der Flucht sind.“

Im Rahmen der Kampagne kommen Kinder aus dem früheren Flüchtlingslager Moria zu Wort. Sie schildern, wie sie das Leben im Camp erlebt haben und berichten von ihren Träumen und Wünschen. Die Zitate und Bilder sind kurz nach dem Großbrand entstanden. Bei ihrer Betrachtung wird noch einmal deutlich, was längst klar war: Lager wie Moria sind kein sicherer, menschenwürdiger Ort für Kinder. Die Kampagne wird organisiert durch das Themennetzwerk Flucht, in dem sich auch der IB beteiligt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss mehrerer Verbände unter Federführung der National Coalition. Das Netzwerk tauscht sich regelmäßig zur Situation von geflüchteten Menschen in Deutschland aus, beispielsweise zur Einhaltung von Kinderrechten.

Gefordert wird unter anderem, dass eine Neuausrichtung des europäischen Asylsystems darauf abzielen sollte, die gegenwärtigen Probleme der flüchtenden Menschen zu lösen und rechtssichere Verfahren zu gewährleisten. Ein besonderes Augenmerk sollte auf den Schutz und die Rechte von besonders schutzbedürftigen Menschen wie Kindern liegen.

Alle Beteiligten hoffen jetzt sehr, dass im Zuge der deutschen Ratspräsidentschaft dieser Aspekt einer europäischen Asylpolitik mehr Gewicht bekommt. Morgen werden wir sehen, ob diese humanitären Hoffnungen erfüllt werden.

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