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EU-Erweiterung, Außen- und Sicherheitspolitik

IB | „Unsere Zukunft liegt in einem friedlichen und gerechten Deutschland und einem starken Europa“

Der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar zum Jahrestag der Bombardierung von Hiroshima:

“Heute vor 74 Jahren wurde die japanische Stadt Hiroshima von einer Atombombe zerstört, drei Tage später Nagasaki. Bis Ende des Jahres 1945 kamen mehr als 200.000 Menschen als direkte oder indirekte Folge dieser beiden Bombenabwürfe ums Leben. Niemals zuvor in der Geschichte hatten Menschen anderen Menschen in wenigen Stunden so viel Leid zugefügt und so viel Elend und Tod über andere gebracht.

Deutschland hatte den zweiten Weltkrieg begonnen, Japan hatte in dessen Folge die Chance gesehen, wie die Deutschen gleichfalls sein Einflussgebiet und seinen Herrschaftsbereich auszudehnen. Das haben unvorstellbar viele Millionen Menschen mit dem Tod bezahlen müssen.

Hiroshima und Nagasaki sind heute der Inbegriff des modernen Krieges mit Atomwaffen, den letztendlich kein Land gewinnen kann. Im Jahr 1945 konnten die Amerikaner noch diese Bomben einsetzen, ohne Angst vor einem entsprechenden Vergeltungsschlag haben zu müssen.

Kriege sind zwar auch heute leider immer noch nicht Erinnerungen aus fernen, barbarisch anmutenden Zeiten. Aber jeder, der heute eine kriegerische Auseinandersetzung beginnen möchte, muss sich vor Augen führen, dass das mit seiner völligen Vernichtung enden kann. Diese Vorstellung hat seit Ende des zweiten Weltkriegs dazu geführt, dass weltumspannende Kriege vermieden werden konnten. In West- und Mitteleuropa herrscht seit 1945 Frieden. Der Krieg auf dem Balkan war eine traurige Ausnahme.

Der IB wurde 1949 auch gegründet, um die Völkerverständigung zu fördern und um seinen Teil dazu beizutragen, dass sich Europa in Frieden und Freiheit weiterentwickeln kann. Wie viele andere ähnliche Organisationen auf nationaler und auch auf europäischer Ebene konnten wir und die vielen Mitarbeiter*innen des IB auch früherer Generationen dabei mithelfen, dass die Gegensätze im Land friedlich gelöst wurden und von Deutschland seitdem keine kriegerischen Aggressionen ausgegangen sind.

Unsere Zukunft davon bin ich fest überzeugt liegt in einem friedlichen und gerechten Deutschland und in einem starken Europa, in dem die Chancengerechtigkeit verwirklicht ist.

Die Millionen Toten in aller Welt, die Bombenopfer in Japan vom 6. und 9. August 1945 und das Elend der Menschen in Deutschland müssen uns noch immer eine Warnung sein, dass Krieg kein Modell für das Lösen von Konflikten ist und wohin Hass, Rache und  das Gefühl vermeintlicher Überlegenheit führen können.“

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