Aktuelles > IB | Wir alle müssen lernen, dass wir in der Krise gemeinsam stärker sind als alleine

Artikel Details:

COVID-19 Politik

IB | Wir alle müssen lernen, dass wir in der Krise gemeinsam stärker sind als alleine

„Die Europäische Union hat in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres durch die Bewilligung von Hilfen für von der Pandemie besonders betroffene Länder und die gemeinsame Beschaffung von Impfstoffen zu ihrer Identität zurückgefunden“, so Thiemo Fojkar, Vorsitzender des Vorstandes des Internationalen Bunds (IB). In künftigen Krisen ähnlichen Ausmaßes dürfe nicht dieselbe Hilflosigkeit herrschen wie zu Beginn der aktuellen Pandemie. „Wir alle müssen lernen, dass wir in der Krise auch gemeinsam stärker sind als alleine.“


Die Abschottung von einzelnen Ländern sei prinzipiell der falsche Weg, auch wenn in der ersten Phase der Pandemie verständlich. Dennoch: „Grenzschließungen widersprechen dem europäischen Gedanken zutiefst und sollten daher eine absolute Ausnahme bleiben, wie es bislang ja auch der Fall war.  Wenn wir es schaffen, EU-weit gemeinsame Strategien zur Bekämpfung der Pandemie zu entwickeln und umzusetzen, sind solche Maßnahmen auch nicht nötig“ betont Fojkar.


„Es kann meiner Meinung nach nur einen gemeinsamen Weg aus der Krise geben. Dafür ist die Vernetzung der Länder in der EU zu stark.“ Wenn ein Land den Lockdown beendet, so sei der grenzüberschreitende freie Verkehr von Waren und Dienstleistungen ja noch nicht wieder gegeben. „National haben wir als freier Träger beispielsweise von Angeboten der beruflichen Bildung hier in Deutschland darauf hingewiesen, dass es durch die nötige Digitalisierung eine Benachteiligung von Menschen aus bildungsfernen Schichten gibt. Das gilt nicht nur bei uns, sondern in den meisten Ländern der EU. Daher fordern wir auch EU-weite Maßnahmen um dabei zu helfen, dass diese Menschen nicht abgehängt wird und sich langfristig die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter öffnet. Ob dies nun in einem Stufenplan oder konzertierten Aktionen geschieht, ist letztendlich gleichgültig. Wir müssen an die Menschen denken, die jetzt zu Verlierern der Digitalisierung zu werden drohen – in ganz Europa.“