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IB | Fojkar: Wir brauchen Debatten über soziale Gerechtigkeit!

Stellungnahme von Thiemo Fojkar, Vorsitzender des Vorstandes, Internationaler Bund

Europa muss sozialer werden und wieder mehr den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Dazu müssen die wirtschafts- und die sozialpolitischen Debatten in den Staaten der Europäischen Union, aber auch auf der Ebene der EU selber zusammengeführt werden. Viel zu oft wird Europa wahrgenommen als Institution, die vornehmlich den Interessen der Wirtschaft dient. Diese einseitige Fokussierung schadet Europa und damit auch den Europäern.

Was können wir tun, damit die Menschen in Europa wieder Vertrauen in die Union haben als Staatengemeinschaft, die auch die soziale Gerechtigkeit fördert?

Wir brauchen eine Politik und Politiker, die den Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und sozialer Verantwortung gegenüber den Menschen in Europa in den Mittelpunkt stellen. Diese Interessen bilden in Wahrheit nämlich keinen Gegensatz, sondern sind zwei Seiten einer Medaille. Ohne soziale Gerechtigkeit gibt es langfristig keine wirtschaftliche Prosperität. Die jetzige Krise der EU ist vor allem deshalb entstanden, weil zu wenig über Strukturen und Prozesse diskutiert wurde. Und wenn doch, dann unter dem Primat der wirtschaftlichen Interessen. Die Menschen in Europa fühlen sich übergangen und vernachlässigt. Das hat ganz sicher zum Erstarken des Populismus in Europa beigetragen. Unsere Aufgabe ist es jetzt, allen Beteiligten die Zusammenhänge darzustellen, Diskussionen zu fordern und dafür zu werben, dass die Idee von Europa als Wertegemeinschaft erhalten bleibt.

Europa ist mehr als eine große Freihandelszone!

Schaffen wir nicht, das klarzumachen und Debatten über soziale Gerechtigkeit anzustoßen und konkrete Diskussionen und Taten folgen zu lassen, wäre eine Rückabwicklung Europas – wie die Briten es aktuell vormachen – die Folge.

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