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EU-Erweiterung, Außen- und Sicherheitspolitik, Institutionen & Zukunftsdebatte

Institut für Europäische Politik e.V. | Neues Horizont 2020-Projekt

Das neue Horizont 2020-Projekt „SEnECA – Strengthening and Energizing EU-Central Asia Relations” beschäftigt sich u.a. mit der neuen Zentralasienstrategie, die  bei der Umsetzung der globalen Strategie für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU und angesichts der jüngsten Entwicklungen in den fünf zentralasiatischen Staaten (Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan) von großer Bedeutung ist. Die externen und internen Entwicklungen in Zentralasien sind vielfältig: Geopolitische Veränderungen wie Chinas One Belt, One Road (OBOR) Initiative nehmen Gestalt an und in Zentralasien gibt es Impulse, dass die fünf Länder in Zukunft mehr zusammenarbeiten wollen. Vor allem unter dem neuen Präsidenten Usbekistans (Schawkat Mirsijojew) wurden im vergangenen Jahr Schritte unternommen, um die Spannungen mit den Nachbarn abzubauen. Die fünf zentralasiatischen Staatschefs werden sich nach fast 20 Jahren das erste Mal offiziell im März 2018 auf dem Zentralasiengipfel in Astana treffen, um sich über die verstärkte Zusammenarbeit in der Region auszutauschen.

Genau hier setzt unser neues Horizont 2020-Projekt „SEnECA – Strengthening and Energizing EU-Central Asia Relations“ an. Die Ziele von SEnECA sind es, (1) ein transdisziplinäres Netzwerk von WissenschaftlerInnen und Stakeholdern zwischen der EU und Zentralasien zu initiieren und (2) für die zweijährige Überarbeitungsphase der EU-Zentralasienstrategie Politikempfehlungen für die Kommission zu entwerfen. Darüber hinaus wird das Projekt (3) die bisher so nie da gewesene Zusammenarbeit der fünf zentralasiatischen Staaten weiter vertiefen. Das Projekt wird von Dr. Katrin Böttger, stellvertretende Direktorin des Instituts für Europäische Politik (IEP), und Prof. Dr. Michael Kaeding, Professor für Europapolitik an der Universität Duisburg-Essen (UDE), geleitet.

Am 23. und 24. Januar fand das Kick-off-Treffen des Projekts in Berlin am IEP statt. Es war die erste Möglichkeit der zwölf Konsortialpartner sich persönlich zu treffen, um die bevorstehende Zusammenarbeit zu koordinieren. Beim Auftakttreffen hoben Frau Sylvie Rohanova, Policy Officer in der Generaldirektion für Forschung und Innovation (DG RTD) und Herr Michael Siebert, Leiter der Abteilung für Zentralasien und Südkaukasus am Auswärtigen Amt, die Einzigartigkeit des SEnECA-Projekts in der Region hervor, da es alle fünf zentralasiatischen Länder im Konsortium vereint.

Insgesamt beteiligen sich zwölf europäische und zentralasiatische Organisationen aus insgesamt elf verschiedenen Ländern am SEnECA-Projekt:

  • Institut für Europäische Politik (IEP) (Deutschland)
  • Universität Duisburg-Essen (UDE) (Deutschland)
  • Central Asia Institute for Strategic Studies (CAISS) (Kasachstan)
  • University of World Economy and Diplomacy (UWED) (Usbekistan)
  • Royal United Services for Defence and Security Studies (RUSI) (Großbritannien)
  • WiseEuropa (Polen)
  • Center of Sociological Research („Zerkalo“) (Tadschikistan)
  • Latvian Institute on International Affairs (LIIA) (Lettland)
  • Centre international de formation européenne (CIFE) (Frankreich)
  • Trans European Policy Studies Association (TEPSA) (Belgien)
  • Kyrgyz National University (KNU) (Kirgistan)
  • Ynach-Vepa (Turkmenistan)

Welche Aufgaben bei der Überarbeitung der Zentralasienstrategie konkret zu lösen sind, analysieren Dr. Katrin Böttger und Julian Plottka in ihrem Zentralasienbeitrag in unserem aktuellen „Jahrbuch der Europäischen Integration“ sowie in ihrem Artikel in den Zentral-Analysen Nr.111: „Auf dem Weg zu einer neuen EU-Strategie. Stand, Entwicklung und Perspektiven der europäischen Zentralasienpolitik“. Des Weiteren empfehlen wir Ihnen den Hintergrundbericht unseres Mittagsgesprächs mit S.E. Botschafter Peter Burian, EU-Sonderbeauftragter für Zentralasien, sowie den Tagungsbericht aus unserer Vierteljahreszeitschrift integration 4/2017 “Geopolitical Change in Central Asia and the Southern Caucasus: Which Future Role for Europe?”.