Europäische Wertegemeinschaft, Institutionen & Zukunftsdebatte

Kommentar zu Sondierungsergebnissen | EBD-Generalsekretär Hüttemann in belgischem Knack-Magazin

Für Knack, das größte gesellschaftspolitische Magazin Belgiens, das in der flämischen Region Flandern sitzt, schrieb der Journalist Bjorn Gens einen Kommentar (Bezahlschranke) über die europapolitischen Implikationen einer potenziell kommenden Großen Koalition.

Bernd Hüttemann. Foto: Katrin Neuhauser

Dafür fragte er Generalsekräter Bernd Hüttemann nach seiner Einschätzung der Ausgänge der Sondierungsverhandlungen.

Hüttemann kommentierte: „Das französische Elysée, das deutsche Kanzleramt und die Europäische Kommission stehen in ständigem Kontakt miteinander. Macrons ehrgeizige Ideen und seine Ungeduld gaben den Gesprächen zwischen SPD und CDU/CSU zweifellos einen kräftigen Schub.“

Obwohl Hüttemann die pro-europäische Linie der Sondierungsergebnisse außerordentlich begrüßt, findet er es schwierig, dass neben Paris nun auch Berlin überwiegend blind für den Rest Europas ist. Das beweise das Verhandlungspapier.

Schließlich weiß Deutschland mehr denn je um den Mehrwert der EU und wird, nach Einschätzung des EBD-Generalsekretärs, genau deshalb auch mehr Finanzmittel in den EU-Haushalt und den Währungsfond investieren.

Vor allem bleibt für Hüttemann abzuwarten, wie sich eine neue Große Koalition auf die derzeit mangelhafte interne Europakoordinierung der Bundesregierung auswirken wird.