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Europäische Wertegemeinschaft

Mehr Europa-Debatte und politische Diskussion | Präsidentin bei tagesschau 24 zu 70 Jahre EBD

Bei tagesschau 24 sprach EBD-Präsidentin Dr. Linn Selle gestern über den 70-jährigen Geburtstag der Europäischen Bewegung Deutschland. Sie erinnerte an die Entstehungsgeschichte der internationalen Bewegungen, die aus dem direkten Lernen aus den zwei Weltkriegen entstanden sind. Auch wenn heute die Betroffenheit und Bedrohung durch internationale Konflikte nicht so präsent sei, würde die Sorge darüber trotzdem die Zustimmung zu Europa befeuern. Selbst in Ländern wie Polen, wo es auf Politik-Ebene Schwierigkeiten gibt, seien die Zustimmungswerte in der Gesellschaft hoch. Auch da würden viele Bürgerinnen und Bürger einem „Europa der Vaterländer“ eine Absage erteilen.

Die EBD-Präsidentin im ARD-Hauptstadtstudio

Die EBD feiere deshalb freudig das 70-jährige Jubiläum und bringt seit der Entstehung pro-Europäische Kräfte aus allen Ecken der Gesellschaft zusammen. Gegründet wurde der Verein im Geiste eine Grundkonsens, der sich mehr Europa wünscht, auch heute: „Wir wollen Antreiberin für eine bessere und  demokratischere Europäische Union sein“, so die EBD-Präsidentin.

Aber Selle sieht auch die Hindernisse und Probleme, mit denen die Europäische Union konfrontiert ist: In Italien sei der Europaverdruss darauf zurückzuführen, dass in den letzten 10 Jahren viel schief gelaufen sei, zum Beispiel bei der Flüchtlingsfrage oder auch bei den italienischen Wirtschaftsproblemen. Da stoße Brüssel-Bashing auf offene Ohren in der Bevölkerung. Trotzdem argumentiert die EBD-Präsidentin, dass auch die europäischen Partner nicht alles richtig gemacht haben: Schließlich sei Italien mit vielen Problemen alleine gelassen worden – wenn auch die Fehler auf nationaler Ebene nicht kleingeredet werden müssten.

Am wichtigsten sei eine Europa-Debatte und inhaltliche und politische Diskussion. Erst so würde Europa verstehen: Wo wollen wir hin? Der Rekord bei der Europawahl zeige laut Präsidentin: Der Bedarf für und das Interesse an Europapolitik sei da – und zwar in ganz Europa.

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