Aktuelles > Nachgefragt bei… Dr. Jörg Wojahn

Artikel Details:

Europakommunikation, Institutionen & Zukunftsdebatte

Nachgefragt bei… Dr. Jörg Wojahn

Mit dem Format „Nachgefragt bei“ kommen regelmäßig europapolitische Stimmen in Form eines Kurzinterviews zu Wort. Heute heißt es: Nachgefragt bei… Dr. Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland.

Foto: Europäische Kommission

Herr Wojahn, Sie haben sich einen Bundestagswahlkampf mit Europabezug gewünscht. Inwieweit wurde Ihre Hoffnung erfüllt oder enttäuscht?

„Die EU hat in diesem Wahlkampf nur eine kleine Rolle gespielt. Doch auch wenn wenig über Europa geredet wurde, wurde wenigstens viel über die EU geschrieben: Die Parteien, die jetzt für eine Regierungsbildung in Frage kommen, sind alle in ihren Programmen sehr positiv auf die EU eingegangen. Das wird sich hoffentlich in der Koalitionsvereinbarung niederschlagen, denn die EU kann sich keine deutsche Nabelschau leisten.“

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen, welche strukturellen Schwächen in der deutschen Europakoordinierung sollte die nächste Bundesregierung angehen?

„Die EU braucht Entscheidungen, keinen ‚German vote‘, also Enthaltung im Rat wegen Entscheidungsschwäche. Die Hoffnung ist, dass es auch in einer Dreierkoalition zu einer stringenteren Europakoordinierung kommt.“

Weitere „Nachgefragt bei…“ Kurzinterviews